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Baby erhielt elektronische Hörhilfe

Jüngste Patientin bekommt in Freiburger Universitäts-HNO-Klinik zwei Cochlear Implantate

Freiburg, 09.01.2004

Mit fünf Monaten ist die kleine Marie-Josephine weltweit wahrscheinlich die jüngste Patientin, die eine beidseitige elektronische Hörhilfe, ein Cochlear Implantat, erhalten hat. Die Ärzte der Freiburger Universitäts-HNO-Klinik, Prof. Dr. Dr. h.c. Roland Laszig und Dr. Antje Aschendorff haben das Mädchen am 5. Januar operiert. Das noch nicht einmal halbjährige Kind war als Folge einer Gehirnhautentzündung ertaubt. Nur die unverzügliche Operation nach Ausheilung der Meningitis bot noch die Chance, die Implantation der beiden Cochlear Implantate vornehmen zu können: Die Narbenbildung nach der Hirnhautentzündung führt zu einer Verknöcherung der Hörschnecke (Cochlea), die es unmöglich macht, die feinen Elektroden für die elektronische Hörhilfe zu einem späteren Zeitpunkt zu implantieren. Schnell entschlossen nutzten Eltern und behandelnde Ärzte die einmalige Gelegenheit, um die spätere Sprachentwicklung des kleinen Mädchens so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Das bisher jüngste Kind, das ein beidseitiges Cochlear Implantat erhalten hat, war etwas älter als ein halbes Jahr und wurde 2002 in Minneapolis, USA, operiert. Es litt ebenfalls an einer Ertaubung durch eine vorangegangene Gehirnhautentzündung. Bei allen hörgeschädigten oder tauben Kindern ist eine möglichst im ersten Lebensjahr beginnende Therapie für ihre Sprachentwicklung unbedingt ratsam. Dazu kann auch die möglichst frühzeitige Versorgung mit Cochlear Implantaten gehören, die in der Universitäts-HNO-Klinik schon bei sehr jungen Kindern erfolgreich durchgeführt werden kann.


Kontakt:

Prof. Dr. Dr. h.c. Roland Laszig
Ärztlicher Direktor
Universitäts-HNO-Klinik
Killianstr. 5
79106 Freiburg
Tel.: 0761 270 4205
E-mail: laszig@hno.ukl.uni-freiburg.de


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