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Presse-Round-Table: „Ver-rückt! Wie sieht unsere Gesellschaft Menschen mit psychischen Erkrankungen?“

Universitätsklinikum Freiburg unterstützt internationale Kampagne gegen Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Freiburg, 14.04.2004

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Depressionen, Alkoholerkrankungen, Schizophrenien und bipolare Erkrankungen zählen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit zu den häufigsten Krankheitsursachen. In der Altersgruppe zwischen 15 und 44 Jahren machen diese Krankheiten etwa ein Viertel aller durch Behinderung beeinträchtigten Lebensjahre aus. Diese für die Weltbevölkerung erhobenen Daten beschreiben ebenfalls die Situation in der Bundesrepublik Deutschland. Hier wird die Lage noch dadurch verschärft, dass unser Gesundheitssystem die zunehmende Bedeutung psychischer Erkrankungen nicht mehr adäquat aufzufangen vermag: Neueste Erhebungen belegen, dass die durch psychische Erkrankungen bedingten Arbeitsunfähigkeitstage mit 51 Prozent den deutlichsten Zuwachs haben.

Trotz oder gerade wegen dieser Tatsachen sind Menschen mit psychischen Erkrankungen immer wieder Diskriminierungen und Stigmatisierungen ausgesetzt. Oft verinnerlichen Patienten dieses Stigma, was von Fachleuten bereits als „zweite Krankheit“ der Betroffenen bezeichnet wird. Die WHO hat deshalb das Jahr 2004 der weltweiten Kampagne gegen Diskriminierung und Stigmatisierung gewidmet. Auch die Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung ihres Ärztlichen Direktors, Professor Dr. Mathias Berger, beteiligt sich Anfang Mai 2004 mit einem Programmangebot an dieser internationalen Kampagne.

Im Rahmen eines

PRESSE-ROUND-TABLE




Presse-Round-Table: „Ver-rückt! Wie sieht unsere Gesellschaft Menschen mit psychischen Erkrankungen?“

anläßlich der weltweiten Kampagne 2004 gegen Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Freitag, den 7. Mai 2004, 12.00 Uhr
Konferenzraum, Abt. Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg


12.00 Uhr Begrüßung


12.10 Uhr Psychisch krank! Was bedeutet das?
Prof. Dr. Mathias Berger,
Ärztlicher Direktor der Abt. Psychiatrie und Psychotherapie,
Universitätsklinikum Freiburg, Präsident der Deutschen
Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und
Nervenheilkunde (DGPPN)


12.20 Uhr „Ver-rückt!“ Wie sieht unsere Gesellschaft
psychische Erkrankungen?
Prof. Dr. Thomas Becker,
Ärztlicher Direktor, Abteilung Psychiatrie II,
Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie, Bezirkskrankenhaus, Günzburg

12.30 Uhr Diskussion

12.40 Uhr Stigma. Die zweite Krankheit?
Prof. Dr. Asmus Finzen,
Psychiatrische Universitätsklinik, Basel

12.50 Uhr Zwischen Anerkennung und Ausgrenzung.
Das Bild der Psychiatrie in den Medien.
Privatdozent Dr. Giovanni Maio,
Medizinethiker, Zentrum für Ethik und Recht in der Medizin (ZERM), Universitätsklinikum Freiburg

13.00 Uhr Diskussion

13.10 Uhr Ein Betroffener berichtet:
Der Umgang mit Vorurteilen und Stigmatisierung.
Dr. Joachim Hein, Vertreter der Bayrischen Antistigma-Aktion (BASTA), München

13.20 Uhr „Non vitae, sed scholae discimus!“
Anti-Stigma-Initiativen an Schulen:
Erfahrungen und Perspektiven
Dr. Nicolas Rüsch
Assistenzarzt, Abt. Psychiatrie und Psychotherapie,
Universitätsklinikum Freiburg,

13.30 Uhr Diskussion

13.40 Uhr Ende des Presse-Round-Tables,
Möglichkeit zur weiteren Teilnahme:

ab 14 Uhr Offizielle Einweihung der renovierten Räumlichkeiten
der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie,
Universitätsklinikum Freiburg
Ort: Hörsaal der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie,
Ecke Karlstraße/Hauptstraße

ca. ab 15 Uhr Imbiß, Führungen durch die Abteilung

ab 16 Uhr Symposion „Psychische Erkrankungen und Gesellschaft“
Ort: Hörsaal der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie,
Ecke Karlstraße/Hauptstraße

ca. 18.30 Uhr Ende des Symposions


Samstag, den 8. Mai 2004,

11 bis 16 Uhr „Open the doors“,
Tag der offenen Tür an der Abteilung
Psychiatrie und Psychotherapie, u.a.
mit Kurzvorträgen zu folgenden Themen:

· Raucherentwöhnung
· Wenn Alkohol zum Problem wird
· Was man über Schlaf und Träume wissen sollte
· ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom): Was ist das?
· Was ist eigentlich Depression?
· Kann ich meinem Gedächtnis noch trauen?
· Was versteht man unter „Schizophrenie“?
· Krankhaft schüchtern? Was tun?

Organisatorisches



Termin: Freitag, 7. Mai 2004, ab 12 Uhr


Seminarort: Konferenzraum (2. OG)
Abt. Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychosomatik
Universitätsklinikum Freiburg
Hauptstraße 5
79104 Freiburg


Information und kongress & kommunikation gemeinnützige GmbH
Anmeldung: der Albert-Ludwigs-Universität und des Universitätsklinikums Freiburg
Dr. Thomas Nesseler
Fahnenbergplatz
79085 Freiburg
Tel.: 0761/ 203-4301
Fax: 0761/ 203-4285
E-mail: t.nesseler@pr.uni-freiburg.de


Anfahrt: Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinien 5 oder 6
ab Stadtmitte/Hauptbahnhof, Fahrtrichtung „Zähringen“,
Haltestelle „Hauptstraße“.
Pkw: Autobahnausfahrt Freiburg Nord, vom Zubringer Richtung Freiburg, „Stadtmitte/Zentrum“, an der ersten Ampel im Stadtgebiet geradeaus in die Habsburger Straße (unter der Eisenbahnbrücke durch) einbiegen, bis Höhe Hauptstraße, dort links abbiegen, Höhe Karlstraße links: Einfahrt in die Haupstraße 5, Psychiatrische Universitätsklinik.


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