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No Day After Tomorrow?

Wissenschaftler internationaler Institute beteiligen sich an einer Studie zur Klimaveränderung im Hartheimer Forst

Freiburg, 16.06.2004

Seit längerer Zeit untersuchen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Professur für Baumphysiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg die möglichen Auswirkungen der für die Zukunft prognostizierten Klimamodelle auf den Stoffwechsel von Bäumen. Temperaturerhöhungen, vermehrte Trockenheit und steigende Kohlendioxidkonzentrationen sind die entscheidenden Faktoren, die das Waldwachstum in Zukunft beeinflussen werden. Das Ziel der Wissenschaftler ist deshalb, Vorhersagen über die Reaktion von Bäumen und Waldökosystemen auf mögliche Klimaveränderungen machen zu können, die sich in der Forstpraxis für zukünftige Waldbaustrategien nutzen lassen. Auch in diesem Sommer planen mehrere Institute der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften der Universität Freiburg deshalb vom 21. bis zum 25. Juni Intensivmesskampagnen im Hartheimer Forst.

Im Rahmen eines
Lokaltermin Wissenschaft
am Dienstag, den 22. Juni 2004, 10 Uhr,

Treffpunkt: 9 Uhr 15, Rektoratsgebäude, Fahnenbergplatz,

Bitte telefonisch 0761/203-4302 oder per Fax 0761/ 203-4278 anmelden

möchte ich Sie deshalb in den Hartheimer Forst einladen, wo Ihnen Prof. Dr. Heinz Rennenberg und Dr. Arthur Geßler von der Professur für Baumphysiologie der Universität Freiburg, Dr. Paul Königer vom Institut für Hydrologie sowie Dr. Christopher Weston von der Universität Melbourne ihre Messkampagne vorstellen werden.

Ein Schwerpunkt der Kampagnen bildet dabei die Kombination von experimentellen forstmeteorologischen, hydrologischen sowie pflanzenphysiologischen Untersuchungen. So wird zum Beispiel an einem 30 m hohen meteorologischen Messturm der CO2-Austausch zwischen Atmosphäre und Bestand bestimmt. Mit Hilfe einer LKW-Hebebühne werden die Kronen der über 15m hohen Bäume anschließend untersucht. Die Wissenschaftler können so die Aufnahme und den Transport von Wasser in den Bäumen, aber auch die Absorption von Kohlendioxid im Hartheimer Forsts testen. Da das Kohlendioxid langfristig im Holz der Bäume eingelagert wird, könnte intensives Wachstum von Wäldern einen weiteren CO2-Anstieg in der Atmosphäre verlangsamen. Bislang gibt es jedoch wenige Untersuchungen, die sich mit den Auswirkungen der zu erwartenden Klimaveränderungen auf die CO2-Senkenstärke von Wäldern beschäftigen.

An den Experimenten im Hartheimer Forst beteiligen sich Wissenschaftler internationaler Institute: Neben dem Meteorologisches Institut, dem Institut für Hydrologie und der Professur für Baumphysiologie der Universität Freiburg, nehmen das Institut für Meteorologie der Universität Basel, die Abteilung Klimatologie, Fernerkundung und das geographische Institut der Universität Straßburg und das Forest Science Centre der Universität Melbourne teil. Finanziell werden die Experimente im Rahmen des Projekts Intereg III der Europäischen Union und vom Land Baden-Württemberg unterstützt.

Ich möchte Ihnen die Gelegenheit bieten, die Messungen vor Ort kennen zu lernen und Sie herzlich zu diesem Lokaltermin einladen.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen


Rudolf-Werner Dreier
Leiter Kommunikation und Presse

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