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Staunen – Forschen – Lehren Albert-Ludwigs-Universität eröffnet das „Uniseum Freiburg“

Sperrfrist: 05.07.04, 15.00 Uhr!

Freiburg, 01.07.2004

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
mit einer Einweihungsfeier wird Rektor Prof. Dr. Wolfgang Jäger das „Uniseum Freiburg“, das neue Universitätsmuseum der Albert-Ludwigs-Universität, am Montag, den 5. Juli 2004, um
15 Uhr c.t. in der Bertoldstr. 17 eröffnen.

In einer
Pressekonferenz
am Montag, den 5. Juli 2004, um 14.15 Uhr im neuen „Uniseum Freiburg“, Bertoldstr. 17,

möchte Rektor Jäger Ihnen das neue Universitätsmuseum vorstellen.

Zu diesem außergewöhnlichen Ereignis darf ich Sie recht herzlich einladen.

Mit freundlichen Grüßen

Rudolf-Werner Dreier
Leiter Kommunikation und Presse

(Bitte melden Sie sich an. Vielen Dank.)
Anmeldung:
http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2004/uniseum-antwort.pdf

Programm
· Begrüßung: Rektor Jäger Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Jäger
· Grußwort: Ulrich von Kirchbach , Kultur- und Sozialbürgermeister
· Prof. Dr. Hermann Schäfer, Präsident der Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“: „Museum heute – Bildungseinrichtung oder Entspannungsoase?“
· Prof. Dr. Dieter Mertens (Leiter Museumskommission): Das Konzept des Uniseums Freiburg und seine Einbindung in die Lehre
· Herr Ranger (Ausstellungsarchitekt Ranger Design, Stuttgart) und
Dr. Dieter Speck (Leiter Uniseum Freiburg): Kurze Einführung in die Ausstellung
· Musik: Inez Ellmann (Marimba), Musikhochschule Freiburg*
· Im Anschluß: Besichtigung des Uniseums

Das „Uniseum Freiburg“ – mehr als nur ein Museum

Museen verstehen sich heute immer mehr - zumindest die erfolg-reichen - als Orte, an denen auf unterhaltsame Art Wissen und Informationen vermittelt werden. Und sie sind Orte, an denen auch Identitäten und die Zeitgeister von Epochen, von Kulturen, erklärt werden können. Für die Albert-Ludwigs-Universität ergibt sich mit dem Uniseum die Chance, die Präsentation ihrer abwechslungs-reichen Geschichte und aktuelle Aspekte des Lehrens miteinander zu vernetzen.

Beauftragt mit der Ausstellungskonzeption und der Gestaltung des Uniseums Freiburg wurde der Designer Kurt Ranger mit seinem 12-köpfigen Team von Designern, Innenarchitekten und Szeno-graphen.

Was bietet das neue Uni-Museum? Mit seiner Kombination aus Präsentations- und Lehrort ist das Uniseum Freiburg mehr als ein klassisches Museum: Es ist Museum und Forum zugleich.

Die Ausstellungs- und Gestaltungskonzeption
Die Ausstellung folgt konsequent einer chronologischer Ordnung mit thematischen Schwerpunkten. Und sie folgt den Gedankengängen der Menschen, deren Namen mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg verbunden sind.
Der Rundgang beginnt mit der Zeit der Universitätsgründung, dokumentiert die humanistischen Quellen, folgt den Spuren der jesuitischen Prägung und spürt den frühen Universitätsreformen nach. Die Ausstellung nutzt dafür Objekte, Bilder, Inszenierungen und Medien: Einblicke in die sonst verschlossene Jesuitengruft neben dem Uniseum werden beispielsweise auf einem Monitor sichtbar. Von bekannten Komponisten wie Mozart, Haydn und Schubert vertonte Dichtungen des ersten protestantischen Rektors der Universität, Johann Georg Jacobi, können ausgewählt und gehört werden.

Staunen
In einem “Kabinett des Staunens” wird etwas von dem Ur-Antrieb jedes forschenden Gedankens sichtbar: dem Staunen über diese Welt. Die Ausstellung zeigt in der Abfolge die Expansion der Universität im 19. und 20. Jahrhundert. Sie dokumentiert die Pionierrolle der Universität Freiburg: Hier wurde die erste Studentin an einer deutschen Universität immatrikuliert. Der Zeitraum des Nationalsozialismus zeigt im Detail die Veränderungen auf, die an der Universität Freiburg geschahen. Die Ausstellung arbeitet hier mit einer Kombination aus Exponaten und Fotografien.

Forschen
Forschungsthemen und Projekte des 20. und 21. Jahrhunderts aus den Bereichen der Geisteswissenschaften, der Natur-, Forst- und angewandten Wissenschaften und der Medizin werden vorgestellt. In diesem Raum können die Besucher durch Hörinstallationen, durch Computer- und Medieninstallationen mehr über diese Projekte erfahren.

Lehren
Zentral in der Mitte plaziert ist das Forum, in dem Filmausschnitte zum Themenkreis der Universität Freiburg abgerufen werden können. Das Forum selbst kann auch für andere Veranstaltungen und Präsentationen genutzt werden. Auch eine Neuheit: Das Uniseum wird in das Lehrangebot verschiedener Studiengänge der Universität integriert.

Ein Sonderthema ist der Bereich Kunst und Architektur. In dieser Galerie werden Kunstwerke und Architekturen von Universitäts-gebäuden gezeigt. Durch eine gläserne, begehbare Bodenöffnung kann ein Blick auf die alten architektonischen Spuren im darunter liegenden Kellergewölbe geworfen werden.
Den vorläufige Abschluss der Ausstellung bilden die Studenten-proteste der 68er Zeit. Eine Wand scheint aus der Verankerung zu geraten, eine kippende Fläche begleitet die Treppe nach unten. Etwas scheint aus den Fugen geraten, Megaphone, Flugblätter, Bilder von Demonstranten, Polizei. Eine kurze Hörcollage verdichtet diese Stimmung.

In einem späteren Bauabschnitt will das Uniseum Freiburg die Baugeschichte dieses alten Kollegiengebäudes freilegen. Der Keller des Uniseums ist ein historischer Ort mit ganz eigener Atmosphäre. Er zeigt Spuren der mittelalterlichen Geschichte Freiburgs, des Baus, teilweise Spuren des 2. Weltkriegs und bietet sich mit seinen eindrucksvollen Gewölben als Raum für stimmungsvolle Veranstaltungen an. Ein Rundgang durch die studentischen Lebenswelten und deren Regelüberschreitungen in den vielen Jahrhunderten werden dann den Schlussakzent setzen.


Kontakt:
Dr. Dieter Speck
Leiter Uniseum Freiburg
Tel.: 0761 / 203-3831
e-mail: dr.speck@uniarchiv.uni-freiburg.de


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