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Wer trinkt wo seinen Cocktail und warum?

Universität Freiburg geht neue Wege in der Lehre: In Kleingruppen bearbeiten Studierende reale Projekte.

Freiburg, 16.07.2004

Wer trinkt am Samstagabend wo seinen Cocktail wo und warum genau da? Wie kann man eine Kommunikationsplattform für ausländische Wissenschaftler schaffen? Wie lässt sich eine Seminarreihe oder Messe planen und wie bewältigt man deren Ablauf? Das sind die grundlegenden Fragen, auf die Studierende der Universität Freiburg in Projektkursen des Zentrums für Schlüsselqualifikationen (ZfS) ab dem Wintersemester Antworten suchen.
Als zentrale Einrichtung der Universität organisiert und veranstaltet das ZfS den praxisorientierten Teil der Bachelor-Studiengänge. Seit Oktober 2002 vergibt es Lehraufträge an Dozenten aus Wirtschaft und Wissenschaft, die den Studierenden in teilnehmerbegrenzten Kursen praxisnah Einblicke in Berufsfelder geben und die dort geforderten Kompetenzen vermitteln. Das Angebot umfasst die Bereiche Management, Kommunikation, Medien, EDV sowie Fremdsprachen und ist so angelegt, dass auch Plätze in den Kursen an Studierende traditioneller Studiengänge vergeben werden können.
Ab dem Wintersemester 2004/05 geht das ZfS in seiner Lehre neue Wege. Waren die Veranstaltungen bislang zwar schon praxisnah ausgerichtet, so behandelten sie in den meisten Fällen dennoch Fallstudien oder fiktive Projekte. Im kommenden Semester bietet das ZfS Lehrveranstaltungen an, in denen Studierende in Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Unternehmen reale Projekte aus der Wirtschaft bearbeiten. So werden nicht nur gezielt einzelne Soft Skills wie Teamkommunikation, Lern- und Arbeitstechniken, Präsentationsfähigkeit oder Zeitmanagement vermittelt, die Studierenden erwerben diese Fähigkeiten „en passant“ während der Ausarbeitung des Projekts.
„Wir versprechen uns davon neue Sichtweisen auf unsere Themen“, bringt Eric Niederberger, Projektkoordinator für neue Formen von Freiwilligendiensten des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freibug, den Grundtenor der einzelnen Projektleiter für das Engagement am ZfS auf den Punkt. In seiner Veranstaltung planen die Studierenden eine dreitägige Seminarreihe für die Teilnehmenden des Freiwilligendienstes „engagiert plus“ und sind anschließend auch mit deren Koordination und Durchführung betraut. Im Mittelpunkt stehen dabei die Analyse der Zielgruppe, die Festlegung von Lerninhalten und die Übernahme einzelner Seminarabschnitte. „Bildungsarbeit ist ein Thema bei jungen Menschen, es berührt deren Arbeitsfeld. Die Studierenden sind näher dran an den Freiwilligen und bringen – hoffentlich – neue Ideen ein.“
Carsten Hutt, Geschäftsführer der Projektentwicklungsgesellschaft des Freiburger Wissenschaftsforums Emergent Actio, ist mit zwei Projekten vertreten.

In dem einen möchte er eine Kommunikationsplattform für ausländische Wissenschaftler und Führungskräfte initiieren und installieren, in dem anderen den Studierenden anhand einer konkreten Fragestellung – Wer trinkt am Samstagabend wo seinen Cocktail und warum – die Grundzüge der empirischen Wirtschaftsforschung näher bringen. „Es sind Projekte, an denen die Studierenden sinnvoll mitarbeiten können und in die sie neue Ansätze einbringen können.“ Auch Anknüpfungspunkte gebe es.

Viele Studierende hätten schon Erfahrungen im Ausland gemacht und die meisten würden auch Wochenende für Wochenende die Entscheidung treffen, wohin sie ausgehen würden.
„Vorkenntnisse in den beiden Bereichen sind nicht vonnöten, bei den Teilnehmern muss lediglich Interesse an der Fragestellung bestehen“, sagt Hutt. Zudem müssten die Teilnehmenden bereit sein, sich theoretisches Know How anzueignen. „Nur Rumgehüpfe in der Praxis bringt auch nichts.“ Im Mittelpunkt des Kurses steht die Lösung einer großen Aufgabenstellung, deren Zerlegung in Teilaufgaben und die Ordnung in eine chronologisch sinnvolle Reihenfolge.
Erstmals bietet das ZfS eine zweisemestrige Veranstaltung auch im Managementbereich an. Hier können die Studierenden die erlernten theoretischen Grundlagen des Projektmanagements in der Planung und Durchführung der Zukunftsmesse „heads & hands 2005“, die Ende April von Studentenwerk und Career Center der Universität Freiburg veranstaltet wird, in die Praxis umsetzen. Die Aufgaben der Studierenden erstrecken sich von der Akquise von Ausstellern und Sponsoren über den Aufbau einer Firmendatenbank, Kontaktmanagement, Projekt- und Finanzplanung, Programmplanung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Marketing bis hin zum „Krisenmanagement“ am Veranstaltungstag.
Weitere Informationen zu diesen Kursen und das komplette Angebot des ZfS für das Wintersemester 2004/05 unter www.zfs.uni-freiburg.de.



Kontakt:

Zentrum für Schlüsselqualifikationen
Ruth Schiffer
Alte Universität
Bertholdstr. 17, Raum 208
79098 Freiburg
Tel.: 0761 – 203 9473
Mail: ruth.schiffer@zfs.uni-freiburg.de

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