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Helfen Wachstumshormone bei der Behandlung der Spinalen Muskelatrophie?

Krombacher Brauerei unterstützt wissenschaftliche Therapiestudie der Universitäts-Kinderklinik

Freiburg, 02.03.2005

Die Krombacher Brauerei unterstützt eine wissenschaftliche Studie, die die Klinik für Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen am Universitätsklinikum Freiburg durchführt. Ein Repräsentant der Brauerei, Robert Disch, überreichte heute eine Spende in Höhe von 2.500 Euro an den Ärztlichen Direktor der Klinik für Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen, Professor Dr. Rudolf Korinthenberg. Das Unternehmen spendet künftig regelmäßig für soziale Zwecke und verzichtet im Gegenzug auf die Tradition, seinen Partnern aus Handel und Gastronomie zu Weihnachten einen so genannten Jahreskrug zu überreichen.

Die mit dem Betrag geförderte Therapiestudie hat eine bessere Behandlung von Kindern zum Ziel, die an einer angeborenen Muskelerkrankung leiden: Bei der Spinalen Muskelatrophie gehen im Krankheitsverlauf die motorischen Nervenzellen, die die Muskeln innervieren und für die Weiterleitung der Impulse vom Gehirn an den Muskel verantwortlich sind, zugrunde. Die Folge ist ein fortschreitender Muskelschwund, bis hin zur Lähmung der Bewegungsmuskulatur.

Bei der sehr schweren Form der Erkrankung sterben die Kinder meist schon im ersten Lebensjahr. Bei einer leichteren Variante können die Betroffenen viele Jahrzehnte alt werden. Sie sind jedoch körperlich meist schwer behindert und oft auf den Rollstuhl angewiesen. Oftmals reicht die Kraft ihrer Arme nicht aus um selbstständig zu essen.

Ein genetischer Defekt ist für die Erkrankung verantwortlich. Das betroffene Gen konnte vor etwa 10 Jahren identifiziert werden. Trotz großer Fortschritte im Verständnis der Krankheit gibt es bisher aber keine Therapie, die die Ursachen beheben könnte. Es gibt derzeit auch keine Behandlung, die zuverlässig verhindern könnte, dass die Krankheit voranschreitet, oder die sie gar stoppen könnte. Die Klinik für Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen möchte jetzt zusammen mit anderen Muskelzentren die Wirkung von Wachstumshormonen in der Behandlung der betroffenen Kinder testen. In der wissenschaftlichen Studie wollen die Ärzte untersuchen, ob die Hormongabe die Muskelmasse und die Kraft der Patienten verbessern kann.

Kontakt:
(Ansprechpartner bezüglich der Therapiestudie)
Professor Dr. Rudolf Korinthenberg
Geschäftsführender Direktor des Zentrums für
Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Klinik für Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen
Tel. 270-4314
Fax 270-4475
rudokori@kikli.ukl.uni-freiburg.de

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