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7. Internationaler Kongress Gesundheitspsychologie

„Lebensstiländerungen in Prävention und Rehabilitation“

Freiburg, 14.09.2005

Das Institut für Psychologie und das Sportinstitut der Universität Freiburg veranstalten vom 22. bis 24. September 2005 den 7. Kongress für Gesundheitspsychologie zum Thema „Lebensstiländerungen in Prävention und Rehabilitation“. Lebensgewohnheiten und Lebensstil spielen in der Entstehung von insbesondere chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkt und Tumorerkrankungen eine zentrale Rolle. Die steigende Lebenserwartung und die damit verbundene Zunahme chronischer Erkrankungen stellen eine große Herausforderung für die Gesundheitsversorgung dar.

Die meisten Menschen wissen um die gesundheitsschädigende Wirkung von Gewohnheiten wie Rauchen oder Fehlernährung. Dennoch wird dieses Wissen im Alltag nicht umgesetzt. Die Gesundheitspsychologie untersucht deshalb Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse, die das gesundheitliche Risiko und das Gesundheitsverhalten beeinflussen und auch mit der Entstehung und dem Verlauf von Erkrankungen in Verbindung stehen. Die Meinung des kranken Menschen, was zu seiner Krankheit geführt hat und die Annahmen darüber, was ihm hilft wieder gesund zu werden, beeinflussen das Krankheitsverhalten, die Inanspruchnahme von therapeutischen Maßnahmen und auch das Befolgen von therapeutischen Empfehlungen. Die Forschung zu diesen Themen dient dazu, Präventionsprogramme und Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln. Die Gesundheitspolitik hat die Bedeutung der Prävention erkannt und ein Präventionsgesetz geplant.

Auch in der Rehabilitation chronischer Krankheiten spielen psychische Faktoren eine wichtige Rolle. Die bei chronischen Erkrankungen vielfältigen psychischen Krankheitsfolgen können den Heilungsprozess behindern und die Motivation zur aktiven Mitarbeit an der Rehabilitation verringern. Daher ist eine psychologische Betreuung zentraler Bestandteil der Rehabilitationsprogramme. Im Mittelpunkt des Kongresses steht daher die Frage, warum es vielen Menschen so schwer fällt, etwas für ihre Gesundheit zu tun und einen gesundheitsbewussten Lebensstil zu praktizieren.

In 84 Forschungsreferaten und 42 Postern werden aktuelle Studienergebnisse aus Universitäten und Forschungseinrichtungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz vorgestellt. Sechs Workshops vermitteln praxisnahe, aktuelle Ergebnisse und moderne Interventionsmethoden. In einer Podiumsdiskussion „Prävention – Quo vadis?“ soll über die künftige Entwicklung und gesundheitspolitischen Ausrichtungen der Prävention gesprochen werden.

Auf dem Podium werden anwesend sein:

Dr. Rolf Buschmann-Steinhage, Leiter der Rehabilitationswissenschaftlichen Abteilung, Verband Deutscher Rentenversicherungsträger, Berlin,
Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, Stuttgart,
Dr. P.H. Friederike Hoepner-Stamos, Referentin im Referat „Grundsatzfragen der Prävention und Gesundheitsförderung" Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Bonn,
Prof. Dr. Gert Kaluza, Leiter des GKM-Instituts für Gesundheitspsychologie, Marburg,
Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln,
Prof. Dr. Bernd Röhrle, Sprecher des deutschen Netzwerks für psychische Gesundheit, Universität Marburg

Erwartet werden circa 300 Teilnehmer aus Deutschland, Schweiz und Österreich.

Am Freitag, den 23.9.2005, findet um 18:45 Uhr im Raum 1236 im Kollegiengebäude I der Universität Freiburg eine Pressekonferenz statt.

Veranstalter:
Abteilung für Rehabilitationspsychologie, Prof. Dr. Dr. Jürgen Bengel (Institut für Psychologie)
Abteilung für Sportpsychologie, Prof. Dr. Reinhard Fuchs (Institut für Sportwissenschaften).

Auskünfte:
Universität Freiburg
Institut für Psychologie
Abteilung Rehabilitationspsychologie
Engelbergerstrasse 41, D-79106 Freiburg
Tel. ++49 (0)761 / 203 8791
FAX: ++49 (0)761 / 203 8793
Weitere Infos: www.psychologie.uni-freiburg.de/gesundheit2005