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Prostatakarzinom -

Schicksal oder vermeidbare Erkrankung?

Freiburg, 18.10.2005

Das Prostatakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Mit steigender Lebenserwartung erkranken immer mehr Männer an diesem Krebsleiden: Bis zu 15 Prozent der Männer werden im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose dieses Tumors konfrontiert, drei Prozent sterben am Prostatakarzinom.

Ist das Prostatakarzinom ein unvermeidbarer Schicksalsschlag oder kann der einzelne etwas dafür tun, damit diese Tumorerkrankung nicht entsteht? Dieser Frage widmet sich Professor Dr. Wolfgang Schultze-Seemann am Mittwoch, den 26. Oktober 2005, im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe der Urologischen Universitätsklinik „Urologie informiert!“. Der Vortrag findet um 19.30 Uhr im Großen Hörsaal der Chirurgie statt.

Mit den modernen Methoden der Früherkennung lässt sich der Prostatakrebs bereits in einem Stadium nachweisen, in dem er auf das Organ Prostata begrenzt ist. In diesem frühen Stadium sind die Aussichten exzellent, den Krebs erfolgreich zu behandeln. Der Preis der Früherkennung ist jedoch sowohl für den Patienten als auch für die Gesellschaft hoch: Potenzstörungen, Harninkontinenz und die psychische Belastung bringen im Einzelfall erhebliche Probleme mit sich. Und auch die finanziellen Lasten für die sozialen Sicherungssysteme sind beträchtlich.

Es ist günstiger, dem Prostatakrebs vorzubeugen, statt in einer reparativen Medizin zu verharren und erst zu reagieren, wenn der Schaden bereits eingetreten ist. Das gezielte Vermeiden eines Krankheitsrisikos bezeichnet man als primäre Prävention. Sie steht neben der Früherkennung, der sekundären Prävention. Eine solche präventive Medizin steckt noch in den Anfängen. Auch politisch findet sie wenig Unterstützung, denn die Früchte solcher Anstrengungen werden erst in Jahrzehnten geerntet.

Eine konsequente Früherkennung des Prostatakarzinoms kann in den nächsten Jahren die Prognose verbessern und die Sterblichkeit senken. Langfristiges Ziel muss es jedoch sein, die Entstehung des Tumors zu verhindern. Hier kann jeder einzelne bereits heute einen nachhaltigen Beitrag leisten.


Was kann der einzelne Mann dafür tun, um ein Prostatakarzinom im Alter zu vermeiden? Bei der öffentlichen Veranstaltung Prostatakarzinom - Schicksal oder vermeidbare Erkrankung? werden verschiedene Ansätze diskutiert, wie Risikofaktoren, Ernährung oder die Prävention durch Medikamente.

Kontakt:

Professor Dr. Wolfgang Schultze-Seemann
Leitender Oberarzt der Abteilung Urologie
Universitätsklinikum Freiburg
Tel. 0761 / 270-2827
Fax 0761 / 270-2685
eMail sus@ch11.ukl.uni-freiburg.de