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Medienpreis 2005

Sperrfrist: Freitag, 18.11.2005, 19 Uhr

Freiburg, 18.11.2005


E-Learning: Lehren und Lernen multimedial

Aus insgesamt 25 eingereichten Beiträgen hat eine Jury aus Mitgliedern der Universität und Vertretern externer Einrichtungen wie der Badischen Zeitung, des ZDF und der Medienbranche drei Preisträger für den Medienpreis 2005 bestimmt. Für das Projekt „spicy Voltsim“ erhält Prof. Dr.-Ing. Yiannos Manoli vom Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK), Lehrstuhl für Mikroelektronik, den ersten Preis. Der zweite Preis geht an Prof. Dr. Wolfgang Kessler für das Projekt „EG-Recht / Europäisches Steuerrecht“, der dritte geht als Förderpreis an „alma* - das uni.tv magazin“. Die mit jeweils 20.000, 10.000 beziehungsweise 5.000 Euro dotierten Preise wurden heute durch den Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, Prof. Dr. Wolfgang Jäger, die Mitglieder der Jury und den Sponsor des Studierendenpreises, der IBM Deutschland, verliehen. Der Sonderpreis für Studierende, ging an Till Frieder Stumpf für das von ihm erstellte Lernmodul „’Die Wutach’ oder ‚Der Rhein gräbt der Donau das Wasser ab’“.

Der Medienpreis der Universität Freiburg wird im Jahr 2005 zum zweiten Mal vergeben. Ziel der Ausschreibung ist es, die Mediennutzung an der Albert-Ludwigs-Universität nachhaltig zu fördern. Gleichzeitig soll er die Bedeutung des Medieneinsatzes beim Lehren und Lernen an der Universität Freiburg hervorheben, die Qualität in diesem Bereich verbessern und die Mitglieder der Universität dazu ermuntern, Medien professionell einzusetzen. Mit dem Preis werden deshalb Personen und Institutionen ausgezeichnet, die sich um die Fortentwicklung der Mediennutzung an der Universität Freiburg verdient gemacht haben. Durch die Würdigung und Förderung von vorbildlichen Prozessen und Produkten wird auf lange Sicht die Basis für einen breiten und qualitativ hochwertigen Medieneinsatz an der Universität geschaffen.
Durch das öffentliche Interesse des Preises und die dadurch wachsenden Verbindungen zu außeruniversitären Einrichtungen wird ferner die führende Stellung der Universität Freiburg im Bereich der Neuen Medien betont.

Bei „spicy Voltsim“ handelt es sich um eine interaktive, webbasierte Lern- und Arbeitsplattform für elektrische Schaltungen. Seit jeher werden elektrische Schaltungen als Schaltpläne dargestellt und in Simulationen überprüft. Bislang konnte verfügbare Software die Simulationsergebnisse mit dem Schaltplan nicht verbinden. Für die Entwickler war eine große Interpretationsleistung zu vollbringen, um diese beiden Bereiche in ihrer Vorstellung zu verknüpfen. Im prämierten Beitrag werden geometrische animierte Visualisierungen verwendet, um Schaltungsparameter verständlicher darzustellen. Besondere Vorteile bietet diese neue Methodik für das Lernen und die Lehre von elektrischen Schaltungen. Aber auch erfahrene Entwickler können in hohem Maße von der Anwendung profitieren. Durch die bisher einzigartige Verschmelzung neuer Medien, Computerunterstützter Simulation und dreidimensionaler Darstellung ist es erstmalig gelungen, eine Visualisierungsmethodik in geschlossener Form für beliebige Schaltungen umzusetzen – klassische Darstellungsweisen haben hier bislang häufig Kompromisse erfordert.

Das Angebot „EG-Recht / Europäisches Strafrecht“ des „Zentrums für Business and Law“ erleichtert die notwendige Einarbeitung in einen völlig neuen Rechtsbereich, der bislang in der Praxis und weithin auch in Lehre und Forschung kaum beachtet wurde. Das Projekt bietet den Betroffenen in Beratung, Unternehmen, Finanzverwaltung und Finanzgerichtsbarkeit mehrere aufeinander abgestimmte „Lernbausteine“, mit denen sie sich sukzessive – je nach Vorwissen, spezifischen Arbeitsschwerpunkten und Zeitbudget – in die neue Materie mit topaktuellen Materialien einarbeiten können. Zur Vertiefung und als Nachschlagewerk steht das in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young und dem Stollfuß-Verlag erarbeitete Handbuch „EuGH-Rechtsprechung – Grundlagen, kommentierte Entscheidungen, Checkliste“ zur Verfügung. Einzelfragen können über ein vom Zentrum für Business and Law moderiertes Forum im Internet diskutiert werden. Dieses Fortbildungsangebot ist im Sinne eines Blended Learning-Konzepts (klassische Lernformen wie Präsenzveranstaltungen und Literaturstudium kombiniert mit mediengestützten Formen des E-Learning) umgesetzt.

Sowohl im Internet als auch im Fernsehen kann „alma* - das uni.tv magazin“ gesehen werden. Das Magazin wird seit 2005 ausschließlich von Studierenden unter qualifizierter Anleitung produziert. Monatlich werden Sehenswertes und Aktuelles aus Lehre und Forschung und Besonderheiten aus dem Lebensumfeld der Studierenden in Freiburg gezeigt. Was als Information in den Nachrichten oder Magazinen wenige Minuten lang auf dem Bildschirm erscheint und zu hören ist, zeigt das stark komprimierte Ergebnis eines zeitintensiven und anspruchsvollen Produktionsprozesses eines vielseitigen Teams. Bild, Ton, Text und Montage visualisieren ein journalistisch recherchiertes und erarbeitetes Thema. Bei „uni.tv“ werden diese Herstellungsphasen analysiert, diskutiert und in der Praxis erprobt. Ziel ist es, selbständig in der Redaktion von Uni-TV mitzuarbeiten. Das Magazin von zwölf Minuten Länge wird wöchentlich bei „TV Südbaden“ 18-fach ausgestrahlt.

Im Online-Lernmodul „Die Wutach“ erhalten die Lernenden einen Überblick über die Flussgeschichte Südwestdeutschlands. Außerdem soll deren Wirkung auf das Landschaftsbild deutlich werden. Dabei werden die landschaftsformenden Prozesse an regionalen Beispielen verdeutlicht, wobei auch der touristische Bekanntheitsgrad und die Attraktivität über die Auswahl des Raumes mit entschieden haben. Mit Fotos, Karten und anschaulichen interaktiven Animationen und Übungen wird die Umlenkung der Feldbergdonau zum Rhein und damit die Entstehung der heutigen Wutach verständlich gemacht. Die verwendete Flash-Technologie wird für alle Lernmodule verwendet, die wie dieses im Projekt „ELMM – Erd- und Landschaftsgeschichte Südwestdeutschlands“ entwickelt werden. Diese Technologie wird derzeit von der Universität Freiburg zum „WebKit Freiburg“ weiter entwickelt. Das vorliegende Modul ist das Ergebnis einer studentischen Abschlussarbeit.

Weitere Informationen finden sich auf den Seiten des New Media Net:
http://www.newmedia.uni-freiburg.de/mp




Kontakt:
Dr. Reiner Fuest
Koordinierungsstelle für neue Medien, New Media Net
Hermann-Herder-Str. 10, D-79104 Freiburg i. Br.
Tel. 0761/203-4629, Fax: -4643
reiner.fuest@newmedia.uni-freiburg.de
http://www.newmedia.uni-freiburg.de

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