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DAAD-Tagung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Regional- und Kulturwissenschaften in Deutschland Regional- und Kulturwissenschaften in Deutschland und die neuen Studiengänge

Freiburg, 15.12.2005

Angesichts von Stellenkürzungen und Einsparungen sehen sich die Regional- und Kulturwissenschaften an vielen Hochschulen zunehmend in ihrer Existenz bedroht und künftig nicht mehr in der Lage, ihre Rolle als interkulturelle Vermittler wahrzunehmen. Diese prekäre Lage ist eines der zentralen Themen der Tagung „Regional- und Kulturwissenschaften in Deutschland und die neuen Studiengänge“, die der DAAD am 15. und 16. Dezember 2005 an der Universität Freiburg durchführt.
Vertiefte Kenntnisse fremder Kulturen sind Voraussetzung für jede erfolgreiche internationale Zusammenarbeit – über Mentalitäts- und Verhaltensdifferenzen hinweg. In diesem Zusammenhang kommt den Regional- und Kulturwissenschaften eine wichtige Rolle zu, da sie wissenschaftlich fundierte Einsichten in die Besonderheiten anderer Kulturkreise liefern, die Politik und Wirtschaft konkret nutzen können.

Die Tagung verfolgt mehrere Zielsetzungen:

• Zum einen soll am Beispiel ausgewählter Weltregionen wie Asien, Afrika und Lateinamerika das Augenmerk einer breiten Öffentlichkeit auf die wichtige Rolle der Regional- und Kulturwissenschaften gelenkt werden, besonders hinsichtlich ihrer Funktion als interkulturelle Vermittler für Politik und Wirtschaft im Rahmen internationaler Aktivitäten.

• Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Gefährdung der Regional- und Kulturwissenschaften an den deutschen Hochschulen im Zuge von Stellenkürzungen und Einsparungen erhält diese Zielsetzung eine besondere hochschulpolitische Aktualität und Brisanz. Hier wird über Handlungsoptionen zur Stärkung der Regional- und Kulturwissenschaften zu diskutieren sein.

• Ausgehend von der Einsicht, dass die Kenntnis von fremden Kulturen und deren Verständnis der wissenschaftlichen Fundierung bedürfen, geht es zudem um die Frage, welches Wissen und welche Kompetenzen die entsprechenden Studiengänge ihren Absolventen vermitteln sollen, um u.a. den Anforderungen aus Politik- und Wirtschaft gerecht zu werden.

• Welche inhaltlichen und strukturellen Auswirkungen dies auf die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge haben wird, stellt ebenfalls ein zentrales Thema der Tagung dar.


Kontakt:
Prof. Dr. Jürgen Rüland
Universität Freiburg, Seminar für Wissenschaftliche Politik
Rempartstraße 15
79085 Freiburg
Tel.: 0761-203 3466

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