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Patientenveranstaltung der Reihe „Urologie informiert!“ am 22. Februar 2006:

Harninkontinenz der Frau – OP vermeidbar?

Freiburg, 17.02.2006

Es ist unangenehm und kann peinlich sein, wenn Husten, Niesen oder sportliche Aktivität zum Urinabgang führt. Harninkontinenz ist ein häufiges Problem: über 30 Prozent der Frauen und 17 Prozent der Männer leiden unter dem nicht kontrollierbaren Urinfluss. Die Mediziner unterscheiden zwischen der Belastungsinkontinenz und der Dranginkontinenz. Frauen sind häufiger von belastungsabhängigem Urinabgang betroffen. Schon das Treppensteigen kann den Fluss auslösen. Ursachen der Belastungsinkontinenz sind häufig vorausgegangene Geburten, Bindegewebsschwäche oder starkes Übergewicht. Bei der Dranginkontinenz hingegen übt die Harnblasenmuskulatur selbst einen nicht mehr unterdrückbaren Harndrang aus. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben.

Eine Harninkontinenz muss nicht unbedingt operativ behandelt werden. Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle bei der Wahl der individuell richtigen Therapie. Die Behandlung der Harninkontinenz der Frau ist das Thema der nächsten Patienten-Informationsveranstaltung der Abteilung Urologie am Universitätsklinikum:

„Urologie informiert!“:
Harninkontinenz der Frau – OP vermeidbar?
am Mittwoch, den 22. Februar 2006, um 19.30 Uhr
im Großen Hörsaal der Chirurgie.

Die Harninkontinenz lässt sich sehr unterschiedlich behandeln: In manchen Fällen ist es bereits ausreichend, das Verhalten beim Wasserlassen zu verändern oder es werden absorbierende Vorlagen benutzt. Daneben gibt es eine Palette von Therapiemöglichkeiten, etwa die medikamentöse Behandlung, das Beckenbodenmuskeltraining, bis hin zur Operation. Die Entscheidung darüber, auf welche Weise die Harninkontinenz bei der einzelnen Patientin behandelt wird, sollte sorgfältig, im Gespräch mit der betroffenen Frau, getroffen werden. Neben dem jeweiligen Befund spielt bei der Wahl der Therapie auch der individuelle Leidensdruck eine wichtige Rolle.

Nicht immer ist eine operative Behandlung überhaupt sinnvoll, vielmehr ist sie ist nur für bestimmte Formen der Inkontinenz angeraten.
Unterschiedliche Operationsmethoden fordern darüber hinaus eine bestimmte Befundkonstellation. Zusätzliche Faktoren, beispielsweise Senkungszustände der Beckenorgane sowie die Heilungsraten, spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl des Behandlungsverfahrens.

Ein gestuftes Behandlungskonzept ist unabdingbar: In vielen Fällen kann beispielsweise eine Belastungsinkontinenz völlig ausreichend mit einem suffizienten Beckenbodentraining behandelt und so die Operation vermieden werden.

Der Eintritt für die öffentliche Veranstaltung ist frei.



Kontakt:

Dr. Arndt Katzenwadel
Universitätsklinikum Freiburg
Abteilung Urologie
Tel.: 0761/270-2401
Email: arndt.katzenwadel@uniklinik-freiburg.de

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