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Ob Pille oder Kondom, Spirale oder Sterilisation:

Ist Verhütung nur Frauensache?

Freiburg, 19.10.2006

Wenn die „schönste Sache der Welt“ ohne Folgen für die Familienplanung bleiben soll, können heute Mann und Frau zwischen verschiedenen Verhütungsmethoden wählen. Übernimmt der Mann die Verantwortung für die Verhütung, so steht ihm die Benutzung eines Kondoms als kurzfristiges Mittel und die Sterilisation als dauerhafte Maßnahme zur Verfügung. Die Frau hat ein deutlich umfangreicheres Spektrum der Möglichkeiten.

Der nächste Termin der öffentlichen Vortragsreihe „Urologie entdecken“ informiert über die ganze Bandbreite der Methoden zur Verhütung:


Vortragsreihe „Urologie entdecken!“
Ist Verhütung nur Frauensache?
am Mittwoch, den 25. Oktober 2006, um 19.30 Uhr
im Großen Hörsaal der Chirurgie


Schwangerschaft und Mutterschaft sind „Frauensache“ - so hat es die Natur angelegt. Doch zum Zeugen eines Kindes gehören Mann und Frau. Wie steht es um die Verantwortlichkeit bei der Verhütung einer Schwangerschaft? Eine Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2003 liefert interessante Ergebnisse: Von 1.500 befragten Männern und Frauen im Alter zwischen 20 und 44 Jahren gaben 77 Prozent an zu verhüten. Jedoch nur 17 Prozent der Männer übernehmen selbst die Verantwortung für die Verhütung, 46 Prozent delegieren die Zuständigkeit an ihre Partnerin. Von den Frauen halten 29 Prozent den Partner für zuständig, wenn es um die Verhütung geht.

Auch die Häufigkeit der angewandten Verhütungsmethoden spiegelt wider, dass Verhütung überwiegend als „Frauensache“ angesehen wird. Die Pille wird von 55 Prozent der Frauen als sichere Methode gewählt. Auf das Kondom verlassen sich 36 Prozent aller Befragten. Die Spirale verwenden 12 Prozent der befragten Frauen. Nur jeweils vier Prozent der Männer und Frauen nannten die Sterilisation als Verhütungsmethode ihrer Wahl. Möglicherweise wird sich das Interesse der Männer an der Verhütung mit der Einführung der „Pille für den Mann“ verändern. Nach den bisherigen Studienergebnissen ist in den nächsten drei Jahren mit einem entsprechenden Produkt zu rechnen.

Die Informationsveranstaltung der Abteilung Urologie am Universitätsklinikum Freiburg verschafft den Besuchern einen Überblick über das Spektrum der Möglichkeiten und die individuell beste Methode der Verhütung. Der Eintritt ist frei.



Kontakt:

Dr. Christian Leiber
Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung Urologie
Tel. 0761 / 270-2401
Fax 0761 / 270-2878
Email: christian.leiber@uniklinik-freiburg.de

Prof. Dr. Hans-Peter Zahradnik
Universitätsklinikum Freiburg, Frauenklinik
Klinik für Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
Tel. 0761 / 270-3150
Fax 0761 / 270-2912
Email: hans-peter.zahradnik@uniklinik-freiburg.de