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Epidemien und Impfungen – Was uns bedroht und wie wir uns schützen können

Freiburger Wissenschaftler informieren im Rahmen einer Ringvorlesung über den neuesten Stand in Wissenschaft und Forschung

Freiburg, 23.10.2006

Die Einführung der Schutzimpfung in großen Bevölkerungskreisen war einer der herausragenden medizinisch-technischen Durchbrüche im letzten Jahrhundert, der wesentlich dazu beigetragen hat, dass die hohe Kindersterblichkeit in Deutschland effektiv bekämpft werden konnte. Trotz dieser großen und eindeutigen Erfolge sind Impfungen bei der Bevölkerung häufig umstritten. Der Impfschutz gegen bestimmte Erreger ist heute vielfach nicht mehr voll gewährleistet. In Deutschland hat beispielsweise nur noch jedes dritte Schulkind vollen Impfschutz gegen das Masernvirus. Dies führte bereits zu einem 20fachen Anstieg von Masernfällen in den letzten drei Jahren, Tendenz steigend.

Wie wichtig Impfungen beziehungsweise die Erforschung neuer Impfstoffe sind, zeigt die aktuelle Diskussion über die Vogelgrippe, SARS, HIV oder die jährlich wiederkehrenden Grippewellen. In größeren Abständen verbreitet sich die Grippe sogar über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg über die ganze Erde. Eine der größten Epidemien war die berüchtigte "Spanische Grippe" im Jahr 1918. Innerhalb von neun Monaten starben damals 27 Millionen Menschen, allein in Deutschland gab es 225 000 Tote.

Führende Freiburger Immunologen, Mikrobiologen und Virologen bieten im Wintersemester 2006/2007 eine regelmäßige abendliche Ringvorlesung an, in der die Grundlagen der Impfung anhand einer Reihe von praktischen Beispielen erklärt werden.
Die Vorlesung findet immer
Mittwochs von 18-19 Uhr im Großen Hörsaal der Biologie, Schänzlestr. 1
statt. Außerdem werden Experten des Paul-Ehrlich Instituts in Langen oder des Robert-Koch Instituts in Berlin die Probleme bei der Einführung neuer Impfstoffe und deren Wirksamkeit gegen akute oder drohende Infektionserkrankungen - zum Beispiel der Vogelgrippe - erläutern.
Zu den Veranstaltungen ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Im Anschluss an die Vorträge werden gerne Fragen aus dem Plenum beantworten.
Die Ringvorlesung wird im Rahmen des Studienganges „Molekulare Immunolgie“ und des Kolloquiums des Sonderforschungsbereichs 620 „Immundefizienz“ (SFB) der Universität Freiburg organisiert.

Termine

Kontakt:
Magnus M. Gees
SFB 620 - Immundefizienz: Klinik und Tiermodelle
Geschäftsführung und Koordination
Personalhaus 2, Breisacher Str. 60
79106 Freiburg
Tel. 0761 – 270-1883
E-Mail: gees@medizin.ukl.uni-freiburg.de
www.sfb620.uni-freiburg.de