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Klinikumsvorstand gibt Freigabe einzelner sportmedizinischer Bereiche bekannt – Straßenradsport weiterhin ausgesetzt

Freiburg, 09.07.2007

Die Universität und der Klinikumsvorstand hatten sofort nach Bekanntwerden von Dopingvorwürfen unmissverständlich und durchgreifend gehandelt: Nach Dopingeingeständnissen von drei Medizinern wurden diese bis auf Dr. Georg Huber sofort gekündigt. Eine innerhalb weniger Tage eingerichtete externe Untersuchungs-kommission hatte den Auftrag bekommen, alle Fakten im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen Freiburger Sportmediziner zu ermitteln. Die Kommission arbeitet seither mit Hochdruck an der Aufklärung aller Vorwürfe. Zusätzlich hat der Rektor der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Jäger, inzwischen eine unabhängige externe Kommission mit hochrangigen Gutachtern zur Evaluierung der Freiburger Sportmedizin eingesetzt.

Außerdem hatte der Klinikumsvorstand das Betreuungsverhältnis mit Telekom gekündigt und bis zu einer Aufklärung der Angelegenheit die weitere Betreuung von Hochleistungssportlern auch über den Radsportbereich hinaus ausgesetzt.

Aufgrund eines Zwischenberichts der Untersuchungskommission „besteht derzeit kein Anhalt für eine Beteiligung von Ärzten des Fachbereichs Sportorthopädie und -traumatologie an Dopingaktivitäten des Teams Telekom oder anderer Leistungssportler“. Rektor und Klinikumsvorstand geben daher die Betreuung von Leistungssportlern durch diesen Bereich wieder frei.

Bei der Abteilung Sportmedizin führte eine Gesamtabwägung zu dem Ergebnis, dass einzelne Bereiche ihre Arbeit wieder aufnehmen können, der gesamte Straßenradsport aber weiterhin ausgesetzt bleibt, da die Situation im Profi-Radsport sich als so problematisch darstellt, dass die Abteilung Betreuungsverträge wie zuletzt mit der Firma „Neuer Straßensport GmbH“ (gesponsert von T-Mobile) auch zukünftig unterlassen muss.

Die Freigabe betrifft die Betreuung von Bundeskadern sowie der D-Kader in Baden-Württemberg (Jugendliche von 9 bis 16 Jahren). Mit ausschlaggebend für diese Entscheidung ist insbesondere auch der Umstand, dass im Vordergrund dieser Betreuung vorrangig Gesundheitsuntersuchungen stehen und gewährleistet sein muss, dass Nachwuchssportlerinnen und –sportlern des Landes Baden-Württemberg diese Betreuung nicht vorenthalten wird.

Außerdem spricht nichts gegen die Fortführung einer medizinisch-internistischen Betreuung der Bundesliga-Mannschaften des SC Freiburg sowie der Basketballerinnen des USC Freiburg. Damit einher geht auch die Wiederzulassung der Betreuung der Freiburger Nachwuchs-Fußballschule.

Diese eingeschränkte Freigabe erfolgt zunächst vorläufig. Sollten sich durch die Tätigkeit der Untersuchungskommission neue Verdachtsmomente ergeben, wird der Klinikumsvorstand prüfen, ob und inwieweit die Betreuung wieder einzuschränken ist.

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