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Interdisziplinäres Gefäßzentrum bündelt Kompetenz der Gefäßmedizin

Freiburg, 20.03.2008

Ein Interdisziplinäres Gefäßzentrum am Universitätsklinikum Freiburg bündelt künftig die Versorgung von gefäßmedizinischen Erkrankungen unter einem Dach. Die drei angiologischen Ambulanzen von Innerer Medizin III, Gefäßchirurgie und des Zentrums für Geriatrie und Gerontologie (ZGGF), werden räumlich im Erdgeschoss der Inneren Medizin zusammengeführt. Auch die insgesamt neun weiteren Fachdisziplinen, die Patienten mit Gefäßerkrankungen versorgen, etwa die Augenklinik, Hautklinik, Diabetologie oder Radiologie, werden in das Gefäßzentrum integriert.

Die neue Struktur bietet viele Vorteile. Das Motto des Zentrums lautet: „Nicht der Patient muss verschiedene Spezialisten aufsuchen, sondern die Spezialisten treffen sich beim Patienten.“ Ein spezielles Eingangsportal erleichtert den Patienten den Zugang zu den Experten. Mehrfachzuweisungen und lange Wege sollen vermieden werden. Ein besonders patientenfreundliches Anmeldeverfahren wird entwickelt, ebenso wie ein einheitliches EDV-gestütztes Dokumentationssystem der Ambulanzakten, das es allen betroffenen Abteilungen ermöglicht, auf die Befunde zuzugreifen. Allein im ambulanten Bereich sind jedes Jahr mehrere tausend Patienten betroffen (im Jahr 2006 mehr als 6.000 Patienten), die bisher an verschiedenen Orten des Klinikums behandelt wurden.

Die Umsetzung des Konzeptes erfolgt in drei Stufen. In der Initialphase (seit 1. März 2008) werden vor allem die ambulanten angiologischen Leistungen im Gefäßzentrum gebündelt. Mit der abschließenden  Integrationsphase, die auf eine Konsolidierungsphase folgt, sollen ab Januar 2009 auch stationäre angiologische Leistungen ausschließlich im Gefäßzentrum erbracht werden.

Als Kompetenzzentrum entwickelt das Gefäßzentrum in interdisziplinärer Zusammenarbeit gemeinsame Standards einer leitlinienorientierten Gefäßtherapie und sorgt für die Umsetzung der einheitlichen und für alle gleichermaßen gültigen Verfahren. Auch in der Wissenschaft und in der Lehre will sich das Zentrum durch die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Methoden auszeichnen. Dafür bringt jede Klinik die Kompetenz ihrer Spezialisten der Gefäßmedizin ein.

Das Gefäßzentrum ist sehr gut ausgestattet, beispielsweise mit mehreren  Farbdoppler-Ultraschallgeräten, die unter anderem kleinste Mikrogefäße des Muskels sichtbar machen.

Gefäßkrankheiten, zu denen beispielsweise Arteriosklerose, Schlaganfall, Herzinfarkt, die Koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Angina Pectoris oder Krampfadern gehören, sind häufige und gefährliche Erkrankungen. Sie kennzeichnen sich dadurch, dass sie den Blutstrom in den Blutgefäßen einschränken oder blockieren. Der persönliche Lebensstil und  Veranlagung können eine Rolle bei der Entstehung von Gefäßkrankheiten spielen. Rauchen, Diabetes und Übergewicht zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren von Gefäßerkrankungen.

Vorsicht bei folgenden Beschwerden:
- ein plötzlich geschwollenes, verfärbtes oder schmerzhaftes Bein
- Schmerzen in der Wade beim Gehen
- Schmerzen oder Hautverfärbungen am Fuß
- verfärbte und schmerzhafte Finger bei Kälte
- Schwäche und Leistungsabfall bei körperlicher Betätigung
zur Sicherheit einen Gefäßmediziner aufsuchen!

Zentrale Anmeldung des Interndisziplinären Gefäßzentrums
am Universitätsklinikum Freiburg: 0761 / 270-7795

Kontakt:

Leiter des Interdisziplinären Gefäßzentrums:
Prof. Dr. Christoph Hehrlein
Tel.: 0761 / 270-6095
E-Mail: christoph.hehrlein@uniklinik-freiburg.de

Dr. Arndt Dohmen
Tel.: 0761 / 270-7795
E-Mail: arndt.dohmen@uniklinik-freiburg.de

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