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Beschäftigte des Uniklinikums Freiburg sind zufriedener als an anderen Krankenhäusern

In einer Studie zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Uniklinikums ihrem Arbeitgeber gute Noten

Freiburg, 20.04.2009

Mit viel Aufwand hat das Universitätsklinikum Freiburg im Herbst 2009 eine qualitätszentrierte Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Daten wurden vom führenden Institut für Befragungen in der Krankenversorgung, dem Picker Institut Deutschland, anonym erhoben. Nun liegen die Ergebnisse der Umfrage vor, an der sich knapp 60 Prozent der Beschäftigten des Klinikums beteiligten, das heißt etwa 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ziel der Umfrage ist, Problembereiche im Arbeitsalltag zu identifizieren und somit eine tragbare Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen zu schaffen. Differenziert ausgewertete Daten beschreiben die Anliegen einzelner Berufsgruppen sowie der gesamten Arbeitnehmerschaft.

Die Resultate zeichnen ein günstiges Bild für Freiburg : Das Personal des Uniklinikums gab an, zufriedener zu sein als Befragte der von Picker ausgewerteten Vergleichskliniken. Dies gilt vor allem für den ärztlichen Dienst: Auf die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Arbeitsplatz?“ gaben 71 Prozent der Freiburger Ärztinnen und Ärzte an, „sehr zufrieden“ bis „zufrieden“ zu sein – der Vergleichswert liegt bei nur 59 Prozent. Sehr zufrieden zeigte sich das ärztliche Personal auch mit den Qualifizierungsangeboten des Klinikums und den an sie gestellten fachlichen Anforderungen. Handlungsbedarf gibt es in Freiburg bei der Arbeitsbelastung und der Vergütung der Überstunden.

Auch die Angestellten im medizinisch-technischen Dienst unter anderem wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Psychologinnen und Psychologen sowie die Gruppe der medizinischen Hilfsberufe wie Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Laborassistentinnen und -assistenten, medizinische Dokumentatorinnen und Dokumentatore bewerteten die Arbeitsbedingungen in Freiburg besser als ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen deutschen Kliniken: Die Zufriedenheit mit den fachlichen Anforderungen steht an erster Stelle. Als problematisch wird ein struktureller Faktor angesehen - die Eingebundenheit in vorgegebene Arbeitsabläufe, die wenig Spielraum für das Einbringen eigener Karrierewünsche lassen.Mehr Problemnennungen fanden sich beim Pflegepersonal. Beschäftigte in der allgemeinen Krankenpflege sowie in speziellen Bereichen der Krankenversorgung zum Beispiel Operationsdienst, Entbindungen und Ambulanz wünschen sich eine geringere Arbeitsbelastung, sowie mehr Mitspracherechte und ausführlichere Kommunikation zwischen Ärzteschaft und Pflegepersonal.

Der Vorstand des Universitätsklinikums hat die Ergebnisse bereits auf Verbesserungspotenziale hin analysiert und heute, am 20. April, allen Beschäftigten vorgestellt. „Der Erfolg unseres Klinikums ist eng verbunden mit der Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Anhand der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung können wir Stärken und Schwachstellen unserer Einrichtung erkennen und Verbesserungsstrategien gezielt angehen“, so Professor Wolfgang Holzgreve, Leitender Ärztlicher Direktor des Klinikums und Vorsitzender des Klinikumsvorstandes bei der Versammlung.

Weitere Berufsgruppen, zum Beispiel Verwaltungsangestellte und Angestellte im technischen Dienst, stellten dem Klinikum als Arbeitgeber überdurchschnittlich gute Noten aus – auch wenn der Wunsch nach mehr Anerkennung durch Vorgesetzte und die oft mühevolle Einarbeitung in einer Einrichtung mit  mehr als 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wiederholt Erwähnung fand.

Zurzeit werden aus der Studie abzuleitende Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt.