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Versorgung von Patienten mit Lungenkrebs wird weiter verbessert

Klinikum wird als eines der ersten Zentren bundesweit als Lungenkrebszentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert

Freiburg, 07.07.2009

Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 45.000 Menschen neu an Lungenkrebs. Auf Grund der Komplexität und der häufigen schwerwiegenden Begleiterkrankungen stellt diese Tumorerkrankung besondere Herausforderungen an die Ärzte. Dies gilt sowohl für die Diagnostik als auch für die Therapie, die in den meisten Fällen verschiedener Spezialisten bedarf. Am Universitätsklinikum Freiburg wurde bereits vor Jahren ein so genanntes „Zentrum für Thorakale Tumore“ gegründet, das die besondere Interdisziplinarität beispielhaft vorlebt.

Nun hat die Deutsche Krebsgesellschaft das Universitätsklinikum Freiburg zu einem der ersten Pilotzentren „zertifiziertes Lungenkrebszentrum“ gewählt. Kernelement des Lungenkrebszentrums ist die wöchentliche interdiziplinäre Tumorkonferenz, bei der sämtliche Neuerkrankungen diskutiert und besprochen werden. An dieser Konferenz nehmen neben den Thoraxchirurgen, medizinische Onkologen, Strahlentherapeuten, Lungenfachärzte, Radiologen, Nuklearmediziner sowie Pathologen teil. „Der Gewinn für den Patienten liegt vor allem darin, dass er nicht von Spezialist zu Spezialist laufen muss, sondern die Spezialisten sich um den Patienten versammeln“, so Professor Dr.  Bernward Passlick, Leiter des Freiburger Lungenkrebszentrums und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Thoraxchirurgie.

Auf Grund des großen Einzugsgebietes des Universitätsklinikums werden nicht alle Behandlungsschritte vor Ort vorgenommen. Stattdessen gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen und Krankenhäusern im Südwesten. Die Empfehlungen der interdisziplinären Tumorkonferenz werden den Patienten mitgegeben, so dass einzelne Behandlungsschritte - etwa eine Chemotherapie - andernorts stattfinden können. Komplexere Behandlungen, insbesondere auch die Operation sollten jedoch an spezialisierten Zentren erfolgen, da sich gezeigt hat, dass nur durch eine hohe Fallzahl eine gute Ergebnisqualität erreicht werden kann.

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat daher die Hürden für die Anerkennung als Lungenkrebszentrum in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie hoch gelegt. Es müssen zunächst mindestens 75 Patienten mit Lungenkrebs pro Jahr, nach drei Jahren mindestens 100 Patienten pro Jahr an Lungenkrebs operiert werden. Diese Zahlen werden in Freiburg bereits heute weit überschritten.


Kontakt:
Prof. Dr. Bernward Passlick
Ärztlicher Direktor der Thoraxchirurgie
Tel.: 0761/270- 2455
E-Mail: bernward.passlick@uniklinik-freiburg.de

 

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