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Lichtenberg-Professur für Freiburger Wissenschaftlerin

Marlene Bartos wird künftig am Physiologischen Institut der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg forschen und lehren - VolkswagenStiftung stiftet neue Lichtenberg-Professur für die Universität Freiburg

Freiburg, 05.10.2009

Um zukunftsträchtige Forschungsfelder an deutschen Universitäten zu etablieren, fördert die VolkswagenStiftung herausragende Wissenschaft-lerinnen und Wissenschaftler mit einer Lichtenberg-Professur. 25 solcher Professuren – benannt nach dem Mathematiker, Physiker und Philosophen Georg Christoph Lichtenberg – hat die Stiftung seit 2003 an 17 Hochschulen eingerichtet. Jetzt kommen in Freiburg, Frankfurt, Aachen und Bayreuth vier weitere hinzu: an der Universität Freiburg wird Dr. Marlene Bartos künftig am Physiologischen Institut der Medizinischen Fakultät als W3-Lichtenberg-Professorin Gehirnprozesse erforschen.

 

„Wir geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit zukunftsweisenden Forschungsfeldern eine Karriere-Perspektive für die nächsten fünf bis acht Jahre“, sagt Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung in Hannover. „Diese Zeit unserer Förderung sollen die Forscher dazu nutzen, ihr innovatives, teils noch unbekanntes Wissenschaftsgebiet an einer deutschen Universität zu verankern. Die Hochschulen können mit der Einrichtung der neuen Professuren ihr Profil schärfen und strategisch für die Zukunft planen.“

 

Wie werden Informationen im menschlichen Gehirn verarbeitet, um Lernen, Erinnern und Verhalten zu ermöglichen? „Die Beantwortung dieser Fragen ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Lebenswissen-schaften“, betont Dr. Marlene Bartos. Als Lichtenberg-Professorin wird sie konkret zu dem Thema „A fast rythm in the Dentate Gyrus – its role in coding of behavior-related information“ forschen und in Freiburg dafür mit weiteren renommierten Neurowissenschaftlern zusammenarbeiten. Vergleichbar mit einer Uhr als zeitlichem Taktgeber, erzeugen Zellverbände im Gehirn regelmäßige rhythmische Aktivitäten während kognitiver Leistungen. Bartos will in ihrer Arbeit untersuchen, wie diese rhythmischen Aktivitäten von Nervenzellenverbänden erzeugt werden, und wie sie zum Kodieren, Speichern und Abrufen von Informationen im Gehirn beitragen.

 

Die vergangenen Jahre hat Dr. Marlene Bartos an der Universität Aberdeen in Schottland am Institut für Medizinische Wissenschaften als Reader (Associate Professor) gearbeitet. Jetzt kehrt die Neurobiologin als W3-Lichtenberg-Professorin an die Universität Freiburg zurück, an der sie von 1998 bis 2004 tätig war. Bartos studierte Biologie an den Technischen Universitäten in Braunschweig und in München, wo sie 1994 promovierte. Im Anschluss arbeitete sie als Postdoktorandin an der Universität Pennsylvania (Philadelphia) in den USA.

 

Das Angebot richtet sich in erster Linie an herausragende Nachwuchswissenschaftler mit zwei- bis dreijähriger Forschungserfahrung nach der Promotion, die mit ihrer Arbeit in einem innovativen Feld auf sich aufmerksam gemacht haben und nun mit einer Lichtenberg-Professur ihr Gebiet weiter voranbringen möchten. Es steht auch exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern offen, deren Promotion bereits mehrere Jahre zurückliegt.

 

Mit den Lichtenberg-Professuren fördert die VolkswagenStiftung seit dem Jahr 2003 herausragende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in innovativen Lehr- und Forschungsfeldern. Für fünf bis – im Falle einer positiven Zwischenevaluation – maximal acht Jahre stellt die Stiftung Mittel zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass die aufnehmende Hochschule die Übernahme erfolgreich evaluierter Professuren garantiert.

 

 

Kontakt:

Dr. Marlene Bartos

Physiologisches Institut der Universität Freiburg

Tel.: 0761/203-5165

Fax: 0761/203-5204

E-Mail: marlene.bartos@physiologie.uni-freiburg.de