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In Bewegung bleiben

Die Adolf-Haeuser-Stiftung finanziert unter anderem Trainingsmatten, Surfbretter und Geräte zur Analyse von Bewegungen

Freiburg, 23.10.2017

In Bewegung bleiben

Foto: Universität Freiburg

Sie fördern Studierende bei Auslandsaufenthalten und Forschungsarbeiten, unterstützen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihren Projekten und geben Lehrenden die Möglichkeit, neue Ideen in ihren Seminaren und Vorlesungen umzusetzen: Die 51 Stiftungen der Universität Freiburg tragen den unverwechselbaren Charakter ihrer jeweiligen Gründerinnen und Gründer. In einer Reihe stellt Sarah Schwarzkopf einige Stiftungen vor.


Die Adolf-Haeuser-Stiftung finanziert zum Beispiel die Ausstattung von universitären Sportplätzen. Foto: Universität Freiburg

Aus dem Nachlass von Dr. Adolf Haeuser und Luisa Haeuser gründete die Universität Freiburg 1954 die Adolf-Haeuser-Stiftung. Das Ehepaar wollte zum einen die Wissenschaft und zum anderen den Sport an der Universität Freiburg fördern. Es ist die älteste Stiftung des Stiftungsfonds. Das zur Verfügung stehende Geld wird gemäß ihrer Satzung zweigeteilt verwendet.

Der hessische Jurist und Chemiker Adolf Haeuser absolvierte einen Teil seines Studiums der Rechts- und Staatswissenschaften in Freiburg. Später machte er sich einen Namen als Generaldirektor bei den Hoechster Farbwerken in Frankfurt, damals einem der größten Chemie- und Pharmaunternehmen Deutschlands. Er war als Abgeordneter der Nationalliberalen Partei und im Vorstand diverser kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen aktiv. Haeuser und seine Ehefrau Luisa Hoffmann, geborene Koenig, legten in ihrem Testament von 1934 den Grundstein für mehrere Stiftungen für Kunst, Kultur, Forschung und für Bedürftige – eine davon in Haeusers Studienstadt Freiburg.

Druckkosten und Sportgeräte

Drei Viertel der Erträgnisse der Stiftung setzt die Universität Freiburg dafür ein, wissenschaftliche Forschung zu fördern. Studierende und Forschende können Stipendien für ihre wissenschaftlichen Leistungen erhalten. Weitere finanzielle Unterstützungen können Zuschüsse zu Druckkosten, aber auch die Finanzierung von Reisen zu Konferenzen sein.


Der Unternehmer Adolf Haeuser legte in seinem Testament von 1934 den Grundstein für mehrere Stiftungen für Kunst, Kultur, Forschung und für Bedürftige – eine davon in seiner Studienstadt Freiburg. Foto: Europeana/Wikimedia Commons

Mit dem übrigen Viertel der Stiftungserträgnisse fördert die Universität Freiburg sportliche Zwecke, zum Beispiel Reisen, Sportgeräte oder auch Sportplätze. „Wir schaffen damit vor allem Geräte oder Hilfsmittel an, die wir für die verschiedenen Kurse im Allgemeinen Hochschulsport gebrauchen können“, erläutert Armin Backhaus vom Institut für Sport und Sportwissenschaft an der Universität Freiburg. Er hat über die Adolf-Haeuser-Stiftung unter anderem schon mobile Musikanlagen, Trainingsmatten, Surfbretter und Geräte zur Analyse von Bewegungen finanziert. Das Viertel, das die Stiftung in sportliche Zwecke steckt, sei aber nicht auf das Sportinstitut begrenzt, betont Jasmin Bernhard von der Stiftungsverwaltung: „Es könnte genauso gut sein, dass ein Antrag von Studierenden der Fakultät für Mathematik kommt, die ein Hobby-Fußballturnier organisieren wollen – das würde auch darunter fallen.“

Anträge können die Dekanate aller Fakultäten jedes Jahr bis Ende April an die Stiftungsverwaltung stellen. Es steht dem dreiköpfigen Kuratorium frei, in einem Jahr mehr für sportliche oder wissenschaftliche Zwecke zu verwenden und in den nächsten Jahren einen entsprechenden Ausgleich zu schaffen. Im Jahr 2017 schüttet die Adolf-Haeuser-Stiftung circa 6.500 Euro aus.

 

Stiftungen der Universität Freiburg

Die 51 Stiftungen der Universität Freiburg reichen teilweise bis ins Spätmittelalter zurück. Die 17 älteren bilden die Vereinigte Studienstiftungen-Verwaltung, die neueren gehören bis auf drei Ausnahmen zum Stiftungsfonds. Die Universität erhält das Grundkapital in Form von Sach- oder Geldmitteln und legt es an. Jährlich schüttet sie zwei Drittel der Erträge jeder Stiftung aus, das restliche Drittel legt sie als Inflationsausgleich zurück. Wer sich auf die Förderungen bewerben kann, haben die Stifterinnen und Stifter festgelegt. In der Regel zählt Bedürftigkeit vor Leistung. In der Satzung haben die Stifter auch den individuellen Zweck ihrer Stiftung definiert.

Alle Stiftungen im Überblick

 

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