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Forensik für den Artenschutz

Der Wildtierökologe Prof. Dr. Gernot Segelbacher erklärt im Videointerview, wie molekulare Methoden zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen.

 

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März 2015

Ein Naturschützer der besonderen Art: Prof. Dr. Gernot Segelbacher sammelt genetische Daten von Wildtieren wie Auerhühnern, Birkhühner und Siebenschläfern, um sie vor dem Aussterben zu retten. Als Experte für molekulare Methoden der Ökologie entnimmt er Proben von Federn, Kot und Eierschalen der Tiere. Daraus kann der Freiburger Forscher im Labor den genetischen Fingerabdruck der einzelnen Individuen erstellen.

Maßnahmen, um Lebensräume zu schützen
Die Populationen von Auerhühnern, Birkhühner und Siebenschläfern sind immer kleiner geworden, da sie zunehmend geeignete Lebensräume verlieren. Segelbacher vergleicht die genetischen Informationen der Tiere mit den Gegebenheiten ihres Lebensraumes. Seine Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage für Maßnahmen des Naturschutzes und der Raumplanung.

Verknüpfung von Praxis und Forschung
Der Freiburger Forscher ist der Meinung, dass die genomischen Methoden in der Naturschutzpolitik noch eine zu kleine Rolle spielen. Doch seine Arbeit zeigt, dass in der Naturschutzgenetik die Verknüpfung von Praxis und Forschung immer wichtiger wird. Als Ergebnis einer Tagung verfassten die Teilnehmenden einen Konferenzband: Sie zeigen Beispiele auf, wie die Anwendung genomischer Methoden öffentlichen Einrichtungen und Behörden bei ihrer Arbeit unterstützen kann. Eine Zusammenfassung dieses Konferenzbandes ist als Artikel in der Fachzeitschrift Trends in Ecology & Evolution erschienen.

 

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Prof. Dr. Gernot Segelbacher

Gernot Segelbacher hat Biologie mit den Schwerpunkten Zoologie, Botanik und Geologie studiert und wurde 2002 an der Technischen Universität München promoviert. In seiner Doktorarbeit untersuchte er die Genetik des Auerhuhns. Seit 2005 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Im Zentrum seiner Forschung steht die Anwendung molekularer Methoden im Naturschutz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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