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Das Galaxy-Projekt

Ein Team der Bioinformatik entwickelt eine Plattform, die einen Standard für die Datenerfassung und Analyse der Prozesse in den Zellkernen bietet

Freiburg, 21.01.2016

Das Galaxy-Projekt

Stilisierte Ribonukleinsäure. Quelle: Institut für Informatik/Universität Freiburg

Januar 2016

Wer die Erbanlagen der Menschen erforschen will, braucht viel Datenspeicher. Die lebendigen Zellen verarbeiten in ihren Zellkernen sehr viel mehr Daten als lange angenommen wurde, was an der Ribonukleinsäure liegt, deren Bedeutung bisher in der Forschung unterschätzt wurde.

Ribonukleinsäure spielt wichtige Rolle bei Krankheiten
In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass die Ribonukleinsäure (RNA) eine wichtigere Rolle als bisher angenommen spielt: Neben der Aufgabe, Erbinformation in Proteine umzusetzen, ist sie an allen wichtigen Prozessen der Zelle beteiligt. So kann eine Fehlfunktion der RNA schwerwiegende Krankheiten verursachen. Darunter sind viele Arten von Krebs sowie Krankheiten des Nervensystems wie Autismus oder Alzheimer.

Leistungszentrum als Anlaufstelle bei der Analyse von RNA-Daten
Für die Analyse von RNA-basierten Daten wurden viele experimentelle Methoden entwickelt. Diese Methoden erzeugen viele Daten, die verwaltet und analysiert werden müssen. Das RNA-Bioinformatik Zentrum (RBC), das Prof. Dr. Rolf Backofen von der Professur Bioinformatik am Institut für Informatik der Universität Freiburg koordiniert, soll die Lücke zwischen anfallenden Datenmengen, Analyse und Interpretation schließen. „Mit dem RBC wollen wir deutschlandweit eine zentrale Anlaufstelle für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Analyse von RNA-Daten etablieren“, erklärt der Bioinformatiker.

Video: Forschende stellen "Galaxy Net" vor
Im Video stellen Backofen und sein Mitarbeiter Dr. Björn Grüning die von ihnen weiterentwickelte Internetplattform „Galaxy Net“ vor, die unterschiedliche Algorithmen und Arbeitsabläufe zur Analyse von RNA-Daten vereint und als Open-Source-Projekt frei zur Verfügung steht.

 

 

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Weitere Informationen zu den Forschenden und ihre Kontaktdaten finden sich in der Expertendatenbank.