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Für die Wissenschaft auf die Straße

Ingo Henneberg hat den „March for Science“ in Freiburg mitorganisiert und lädt zur Demonstration ein

Freiburg, 18.04.2017

Für die Wissenschaft auf die Straße

Foto: Sandra Meyndt

Am 22. April 2017 demonstrieren Menschen weltweit beim March for Science für die Macht der nachweisbaren Fakten – für Wissenschaft eben. Auch Freiburg macht sich bereit und lädt alle Interessierten zum Marschieren ein. Startpunkt ist um 11 Uhr am Platz der Weißen Rose im Innenhof der Universität Freiburg. Von dort aus geht es quer durch die Stadt bis zum Augustinerplatz. Der Freiburger Politikwissenschaftler Ingo Henneberg hat die Demonstration angemeldet. Mariella Hutt hat ihn gefragt, warum es sich lohnt, auf die Straße zu gehen.


Offene Diskussionskultur, freie Forschung und Meinungsfreiheit: Ingo Henneberg demonstriert für demokratische Werte. Foto: Patrick Seeger

Herr Henneberg, warum haben Sie sich dafür eingesetzt, dass es den March for Science auch in Freiburg gibt?

Ingo Henneberg: Donald Trump und die Diskussionen über „alternative Fakten“ haben schon mehr als 400 Städte auf der Welt dazu aufgerüttelt, am „March for Science“ teilzunehmen. Aktuell steht die Wissenschaft weltweit unter Druck – sei es in der Türkei oder in Ungarn, wo die Central European University vor der Schließung steht. In Deutschland hat sich mittlerweile ein großes Netzwerk von Leuten gebildet, die für die Wissenschaft demonstrieren wollen. Ich finde es wichtig, dass Freiburg ein Teil davon ist. Schließlich sind wir ein Wissenschaftsstandort, und das wollen wir zeigen.

Was wollen Sie mit dem March for Science erreichen?

Wir wollen klarmachen, dass Wissenschaft wichtig ist. Sie ist überall und sorgt für Fortschritt. Was gäbe es alles nicht, wenn es keine Wissenschaft gäbe? Wissenschaftliche Fakten als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses sind nun mal nicht verhandelbar. Dieses Thema liegt nicht nur uns Forschenden oder den Studierenden am Herzen. Wir hoffen darauf, dass sich die ganze Stadt dazu aufgerufen fühlt, mit uns zu demonstrieren und ein klares Zeichen zu setzen.


Foto: Sandra Meyndt

Für welche Werte gehen Sie auf die Straße?

Ich werde vor allem für die demokratischen Werte wie eine offene Diskussionskultur, freie Forschung und Meinungsfreiheit demonstrieren. Ich möchte nicht, dass unser Gemeinwesen durch Populismus, „alternative Fakten“ und Social Bots zerrüttet wird. Streit ist in der Demokratie normal und sogar gut. Wir sollten jedoch über Zukunftsvorstellungen und gesellschaftliche Ziele streiten – nicht über die Fakten, die Grundlage einer gemeinsamen Diskussion sein sollten.

Tipps zum Demonstrieren – eine Umfrage auf dem Freiburger Campus

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March for Science Freiburg
http://marchforscience.de/auch-in-deiner-stadt/freiburg

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