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"Vater Rhein" und "Mutter Wolga"...

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Ländern diskutieren über nationale Identität und Gender

Freiburg, 23.07.2002

Wie ist es zu erklären, daß "Vater Rhein" zum Sinnbild des deutschen "Vaterlandes" werden konnte, während "Mutter Wolga" fast synonym für "Mütterchen Rußland" steht? Warum kommen Deutsche wie Russen, wenn sie über ihr nationale Identität sprechen, nicht ohne die Kategorien "Männlichkeit" und "Weiblichkeit" bzw. entsprechende Metaphern aus?

Eine internationalen Tagung, die unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Elisabeth Cheauré vom 28. bis 30. Juli 2002 vom Slavischen Seminar an der Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Sonderbereich 541 "Identitäten und Alteritäten", dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Volkswagen-Stiftung veranstaltet wird, wird diese Fragen in ihren historischen und gegenwärtigen Dimensionen näher beleuchten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Rußland, Lettland, Finnland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, der Ukraine und Deutschland diskutieren das Verhältnis von Region, Nation und Gender aus kultur- und literaturwissenschaftlicher, kunst- und musikwissenschaftlicher, philosophischer und sozialwissenschaftlicher Sicht.

Nation noch Geschlecht sind heutzutage soziale Begriffe, die in den jeweiligen historischen, kulturellen, gesellschaftlichen, politischen Kontexten unterschiedlich gestaltet und begriffen werden. Hinzu kommen regionale Unterschiede. Region, Nation und Geschlecht sind daher keine festgezurrten, sondern flexible Begriffe, die ihre Bedeutung immer in spezifischen Zusammenhängen und Interaktionsstrukturen erhalten. Eine besondere Herausforderung wird deshalb bei der Tagung darin liegen, Diskurse um nationale, regionale und geschlechtliche Identität nicht isoliert und für sich genommen, sondern in ihrem Zusammenspiel zu analysieren.

Höhepunkt der Tagung ist am Montag, den 29.7. 2002, eine Podiumsdiskussion und Lesung mit zwei prominenten russischen Schriftstellerinnen, Nina Gorlanova und Tatjana Nabatnikova sowie dem bekannten Moskauer Konzeptualisten Dmitrij Prigov.

Die Tagung steht gegen Tagungsgebühr auch interessiertem Publikum offen. Alle Vorträge werden simultan ins Deutsche bzw. Russische übersetzt.

Die Tagung beginnt am Sonntag, 28.7.2002, 11 Uhr. Tagungsort ist die Katholische Akademie, Wintererstraße 1, in Freiburg.

Tagungsprogramm und nähere Informationen unter:
www.slavistik.uni-freiburg.de/Tagungen.html

Information:

Prof. Dr. Elisabeth Cheauré
Slavisches Seminar der Universität Freiburg
e-mail: elisabeth.cheaure@slavistik.uni-freiburg.de
Tel. +49 - 761 -2921033

Carolin Heyder, M. A.
Slavisches Seminar der Universität Freiburg
e-mail: carolin.heyder@slavistik.uni-freiburg.de
Tel. +49 - 761 - 2922795

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