Artikelaktionen

Sie sind hier: Startseite Newsroom Pressemitteilungen … Uniklinikum Freiburg: Pflege …

Uniklinikum Freiburg: Pflege rüstet sich für Fallpauschalengesetz

Freiburg, 27.09.2002

Die Finanzierung der stationären Krankenhausleistung wird am Universitätsklinikum Freiburg ab 2004 in sogenannten Diagnoses Related Groups (DRGs) erfolgen. Dies sieht das Fallpauschalengesetz vor. Jeder Patient erhält eine DRG, deren Profil abhängig ist von Haupt- und Nebendiagnosen sowie Operationen und Therapien seines Krankheitsbildes.

Zur Erfassung hat das Uniklinikum ein neues EDV-Modell entwickelt. Dieses erlaubt Pflegekräften, pflegerelevante Nebendiagnosen selbst zu erfassen und zu dokumentieren.

Ziel der Software sei nicht nur im Rahmen der DRG-Einführung das Verwaltungspersonal sowie die Ärzte zu entlasten, so Stefan Bucher vom Klinikrechenzentrum, der als Mitglied des DRG-Lenkungsausschusses im Klinikum die EDV-technische Umsetzung koordiniert. Die vollständige Erfassung von Nebendiagnosen habe auch finanzielle Folgen, denn sie könne zur Neubewertung einer DRG und damit zu einem höheren Entgelt führen.

Klinikrechenzentrum und Pflege brachten das Projekt Nebendiagnosen in enger Abstimmung mit der Datenverarbeitungs-Gruppe der Medizin, dem Geschäftsbereich für Patientenangelegenheiten und dem Institut für medizinische Informatik auf den Weg. "In einem ersten Schritt wurde aus insgesamt 8000 Diagnoseschlüsseln ein vorläufiger Katalog mit ca. 250 Nebendiagnosen erstellt, der eine für die Pflege relevante Teilmenge aller Diagnosen enthält", erklärt die Projektleiterin Petra Luchner-Steinhart.

Johanna Feuchtinger von der Pflegedirektion berichtet: "Um den Einsatz der EDV-Lösung auf den Stationen vorzubereiten, wurden im Mai und Juni diesen Jahres 55 Pflegende zu sogenannten DRG-Trainern in der Pflege ausgebildet. Nach festgelegten Schulungskonzepten in den Kliniken und Abteilungen geben die Trainer im Zeitraum von Juni bis November 2002 dieses Wissen an die examinierten Pflegenden im stationären Bereich weiter und begleiten sie in der Praxis."

Die Datensicherheit des Systems ist durch den Zugang mit persönlichem Kenn- und Passwort geregelt. Zu jeder Diagnose wird der Benutzername angezeigt und auch, ob sie von der Pflege oder vom Arzt eingegeben wurde. Dadurch ist die Verantwortlichkeit klar geregelt und bei Bedarf kann rückgefragt werden.


Kontakt:

Stefan Bucher
Oberreg.- Rat
Klinikrechenzentrum
Patientendatenverwaltung
Universitätsklinikum Freiburg
Agnesenstr. 6-8
Tel.: 0761/270-2297
Fax: 0761/270-2066

abgelegt unter: