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Feierliche Eröffnung des Akademischen Jahres 2002/03:

Rektor Jäger plädiert für verstärkte Praxisorientierung des Studiums

Freiburg, 16.10.2002

Preise für Nachwuchswissenschaftler in Höhe von 72.200 Euro vergeben


Bei der feierlichen Eröffnung des Akademischen Jahres 2002/03 im frisch sanierten Auditorium Maximum der Universität hat Universitätsrektor Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Jäger heute in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste die Forderung nach ei-ner verstärkten Praxisorientierung des Studiums in den Mittel-punkt seiner hochschulpolitischen Rede gestellt. Weitere The-menschwerpunkte waren die konsequente Internationalisierung der Universität Freiburg und die Förderung einer engen Koope-ration mit der Wirtschaft. Bei dem Festakt konnte die Universität Preise an eigene Nachwuchswissenschaftler in Höhe von 72.200 Euro vergeben. Gleichzeitig fand im Rahmen dieser Festveran-staltung die offizielle Einweihung des neu gestalteten Auditori-um Maximum statt.

Der Freiburger Rektor plädierte in seiner Rede dafür, die Studieren-den in den Universitäten nicht nur zu lehren, sondern umfassend auf das Berufsleben vorzubereiten. Da angesichts der rasanten Verän-derungen in der beruflichen Welt das fachspezifische Wissen einer kurzen "Halbwertzeit" unterliege, so der Rektor, sei es unabdingbar den Studierenden schon während ihrer Studienzeit Problemlösungs-kompetenzen zu vermitteln. Ohne ihren Auftrag zu umfassender Bil-dung aufzugeben, sei es eine wichtige Aufgabe der Universität, die Studierenden besser auf das Erwerbsleben vorzubereiten und beim Übergang vom Studium in den Beruf zu begleiten. So müsse die Universität Studienangebote mit differenzierten Qualifikationsprofilen und gestuften Studienabschlüsse anbieten, um so neben dem not-wendigen Fachwissen auch Fähigkeiten zu disziplinübergreifender und projektbezogener Zusammenarbeit zu vermitteln. Zudem sei es wichtig, so der Rektor, die Beratungsangebote der Universität stärker mit dem Arbeitsamt zu vernetzen.

Ebenso wies Rektor Jäger darauf hin, dass die Qualität deutscher Diplom-Abschlüsse längst nicht mehr in aller Welt hinreichend be-kannt sei. Mittlerweile erschwere das Festhalten an den herge-brachten Studienabschlüssen in Deutschland die internationale Kon-kurrenzfähigkeit der deutschen Absolventinnen und Absolventen.

Aber auch der Universität Freiburg falle es schwerer, exzellente Stu-dierende aus anderen Ländern zu gewinnen. Dementsprechend biete die Universität Freiburg englischsprachige Module und Studi-engänge sowie Bachelor- und Master-Abschlüsse an und führe ku-mulative Kredit-Punktsysteme ein, um so Studienleistungen interna-tional vergleichbar zu machen. Zudem sei in Freiburg das Service-angebot im Bereich des Wohnens, des Sports, der Kultur, der Bera-tung und des Alumni-Wesens weiter ausgebaut worden.

Ein weiteres wichtiges Standbein der Praxisorientierung der Univer-sität Freiburg sei, so der Rektor, die enge Kooperation mit der Wirt-schaft. So werde auch weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die Verbindung zur regionalen Wirtschaft, auch über die nationalen Grenzen hinweg. Er wies darauf hin, dass auf die Förderung von In-dustriekontakten und von Ausgründungen weiterhin großen Wert gelegt werde. Die Universität Freiburg habe gerade in den letzten Jahren durch eine Vielzahl von Ausgründungen, vorwiegend in den Bereichen Biotechnologie/Medizin, Informationstechnologien, Mate-rialwissenschaft und Mikrosystemtechnik ihre Bedeutung im Innova-tionskreislauf sowie für den Arbeitsmarkt am Oberrhein unterstrei-chen können.

"Die Albert-Ludwigs-Universität stellt sich der Herausforderung, die scheinbare Spannung zwischen Bildung und Ausbildung konstruktiv zu überwinden", stellte Jäger abschließend mit Genugtuung fest. "Unsere Reformen reden daher nicht der Entwissenschaftlichung des Studiums das Wort. Universitäten bleiben in erster Linie ein Ort der Grundlagenforschung sowie der Einheit von Forschung und Lehre- auch und gerade im Interesse der Wirtschaft. Wir sind jedoch bereit und in der Lage, unseren Beitrag zur Verbesserung der Zukunfts-chancen der jungen Generation zu leisten."



Die komplette Rede des Rektors finden Sie im Internet:
http://www.uni-freiburg.de/de/aktuelles/aktuelle_mitteilungen.php
unter: Aktuelle Mitteilungen


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