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Urologie informiert!

Harninkontinenz bei Männern: Urinverlust nach Prostataoperation – nein danke!

Freiburg, 25.05.2005

Im Rahmen der laufenden öffentlichen Vortragsreihe der Urologischen Universitätsklinik „Urologie informiert!“ widmet sich Oberarzt Dr. Arndt Katzenwadel am Mittwoch, den 1. Juni 2005, den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Harninkontinenz bei Männern als Folge der Prostataoperation. Der Vortrag findet um 19.30 Uhr im Raum Schönberg, nahe des Eingangs der Urologie im Universitätsklinikum Freiburg statt.

Auch Männer leiden an Harninkontinenz. Zwar kommt sie bei Frauen deutlich häufiger vor als bei Männern - jede dritte Frau ist davon betroffen - doch auch etwa zehn Prozent aller Männer über 65 Jahre klagen über ungewollten Urinverlust. Das Tabu, über Harninkontinenz zu sprechen und Hilfe aufzusuchen, ist für Männer oft wesentlich schwieriger zu überwinden als für Frauen. Die häufigste Ursache der Harninkontinenz des Mannes sind Erkrankungen und Behandlungen der Prostata, etwa die gutartige Vergrößerung der Prostata (Prostatahyperplasie) oder das Prostatakarzinom.

Das organbegrenzte Prostatakarzinom kann heute mit sehr guten Heilungschancen operativ behandelt werden. Allerdings bergen diese Behandlungsverfahren auch das Risiko einer Störung oder Schädigung des Schließmuskels. In den meisten Fällen bildet sich eine anfängliche Harninkontinenz innerhalb der folgenden Wochen oder Monate nach dem Eingriff zurück. Doch 4 bis 15 Prozent der Patienten klagen über eine so genannte Belastungsinkontinenz, bei der Urin beim Niesen oder bei körperlicher Anstrengung ungewollt abgeht. Bei der gutartigen Vergrößerung der Prostata des älteren Mannes kommt es neben einer Abschwächung des Harnstrahls häufig auch zu einer Überempfindlichkeit der Blase mit plötzlich auftretendem ununterdrückbarem Harndrang und Urinverlust.

Die Physiotherapie des Beckenbodens mit individuellem Training ist eine wichtige Methode in der Behandlung der Inkontinenz. Wenn der Schließmuskelapparat jedoch trotz Beckenbodentraining nur unzureichend funktioniert, muss möglicherweise operiert werden. Der operative Einsatz eines künstlichen Schließapparates wird mittlerweile über einen wenig invasiven modernen Zugangsweg durchgeführt.


Dr. Katzenwadel leitet den „Bereich Harninkontinenz“, der seit mehr als drei Jahren an der Urologie des Universitätsklinikums Freiburg unter der Leitung ihres Ärztlichen Direktors Professor Dr. Ulrich Wetterauer etabliert ist. Dieser Schwerpunkt widmet sich speziell der Diagnostik und Behandlung von Frauen und Männern mit dem Problem der Harninkontinenz.

Kontakt:

Prof. Dr. Ulrich Wetterauer
Ärztlicher Direktor der Abteilung Urologie
Tel.: 0761/270-2891
Fax: 0761/270-2878
E-Mail: wett@ch11.ukl.uni-freiburg.de

Dr. Arndt Katzenwadel
Oberarzt Abteilung Urologie
Universitätsklinikum Freiburg
Tel. 0761 / 270-2401
E-Mail: katz@ch11.ukl.uni-freiburg.de