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Verkehrsunfall Bus contra PKW - 25 zum Teil schwerst-verletzte Patienten müssen im Klinikum versorgt werden

Katastrophenschutz- Übung des Universitätsklinikums

Freiburg, 16.05.2006

Wie gut, dass es dieses Mal nur ein geplantes, wenn auch täuschend echt gestelltes Szenario ist: Nach der Kollision eines Reisebusses auf der Autobahn A5 auf der Höhe von Freiburg, werden 25 Patienten nach der Erstversorgung am Unfallort durch die Rettungskräfte von Malteser Hilfsdienst (MHD) und Deutschem Roten Kreuz (DRK), mit Blaulicht zum Universitätsklinikum gebracht, um hier weiter versorgt zu werden. 25 zum Teil Schwerstverletzte auf einen Streich - und das an einem sommerlichen Samstagmorgen - das sind Dimensionen, die auch für ein Universitätsklinikum nicht alltäglich sind.

Ist das Klinikum gut genug gerüstet, um dennoch alle Patienten optimal zu versorgen? Wie ist die Erreichbarkeit der Mitarbeiter in ihrer Freizeit? Greifen die verschiedenen Abläufe ineinander oder herrscht Konfusion vor? Um diese Fragen beantworten zu können, bedarf es des Ernstfalls oder einer Übung, die sich so nah wie möglich an den Bedingungen des Ernstfalls orientiert. Das Universitätsklinikum stellt sich mit einer unangekündigten Katastrophenschutzübung dem Selbsttest, unterstützt durch die örtlichen Rettungsdienste des DRK und MHD.

Das Klinikum muss neben dem normalen und nicht gänzlich kalkulierbaren Klinikbetrieb auf einen Schlag zusätzlich zehn Leichtverletzte sowie 15 Schwerverletzte, von denen acht beatmet sind, versorgen. Die Verletzungsmuster reichen von Thoraxtrauma über Polytrauma bis hin zu schweren Verbrennungen.

Die Statisten sind auf ihre individuelle Schwerstverletzung gebrieft. Sie sind nicht nur markant geschminkt (Beispiel Schminkanweisung: Verbrennungen an Gesicht, Armen, Oberkörper (40 % KOF), Infusion, Tubus), sie folgen auch einem vorgegebenen Drehbuch bezüglich ihres Erstbefundes (wach und ansprechbar, hustet und Tachypnoe, Puls tastbar…) und ihres weiteren Verhaltens (In der Sichtungsstelle wiederholtes Fragen: Was ist los? Wo bin ich? 20 Minuten nach Verlassen der Sichtungsstelle: zunehmende Unruhe, keine Antworten mehr auf Fragen geben, Augen geschlossen…).

Die Übung wird zeigen, wo nachgebessert werden muss. Was bei hier nicht optimal klappt, wird anschließend optimiert. Es ist eine Übung, die dem Klinikum und seinen Patienten Sicherheit geben soll.


Kontakt:

Dr. Eva Maria Wagner
Tel. 0761 / 270-1909
Fax 0761 / 270-1903
Handy (vorübergehend): 0176 / 25194754
E-Mail eva.wagner@uniklinik-freiburg.de

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