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Eröffnung des Akademischen Jahres 2006

Rektor Jäger fordert: Universität muss sich am internationalen Bildungsmarkt orientieren

Freiburg, 25.10.2006

Der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, Professor Dr. Wolfgang Jäger, hat sich anlässlich der feierlichen Eröffnung des Akademischen Jahres 2006/2007 an der Albert-Ludwigs-Universität im Auditorium Maximum am 25. Oktober 2006 mit dem Auftrag einer traditionsreichen Universität in einer global immer enger vernetzten Welt auseinandergesetzt. „550 Jahre wechselvoller, glänzender wie tragischer, heroischer wie auch von Feigheit oder Verblendung geprägter Geschichte, haben uns nicht von dem Pfad abgebracht, eine in der Region verwurzelte Universität der Welt gegenüber zu öffnen, um der Verpflichtung jeder Bildung und Wissenschaft, dem freien Austausch kreativer, kritischer Geister, zu dienen“, sagte Rektor Jäger. „Eine Universität mit herausragenden Forscherinnen und Forschern muss sich am internationalen Bildungsmarkt orientieren, um an der Gestaltung der Zukunft mitwirken zu können.“ Bei all dem müssten die Studierenden im Mittelpunkt stehen. „Die junge Generation ist uns anvertraut, ihr das Rüstzeug zu liefern, um den Anforderungen einer ungewissen, in rascher Veränderung befindlichen Welt gerecht zu werden und sie verantwortlich mitgestalten zu können.“

Vernetzung für eine „Neue Universitas“

Für eine „Neue Universitas“ bedürfe es einer Bandbreite der Fächer, wobei alle Disziplinen der Pflicht unterlägen, sich immer von neuem als elementare Teile im Gesamtprofil der Universität zu legitimieren. Ihnen obliege es, sich in Lehre und Forschung permanent um national und international anerkannte, höchste wissenschaftliche Leistung zu bemühen und sich intensiv mit anderen Wissenschaftsgebieten und Forschungsstandorten weltweit zu vernetzen. Als bereits sichtbaren Ausdruck des Erfolges wertete der Rektor die hervorragende Beurteilung des universitären Zukunftskonzeptes in der Entscheidung der Exzellenzinitiative. „Der Exzellenzwettbewerb war aus meiner Sicht schon bislang in mehrfacher Hinsicht ein großer Erfolg für unsere Universität.“ Mit der Förderung der Graduiertenschule „Molecular Cell Research in Biology and Medicine“ habe die Universität ihre Leistungsfähigkeit im Bereich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und durch die Bewertung des Zukunftskonzeptes im Exzellenzwettbewerb ihre Stellung als eine der vier besten Universitäten Deutschland bewiesen.

Zudem habe schon die Beteiligung an diesem Wettbewerb die Aufbruchstimmung unter den wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stark gefördert. „Darin drückt sich Corporate Identity im besten Sinne aus, der eine besondere Klammerfunktion zukommt.“. Die Universität gehe zuversichtlich in die zweite Runde der Exzellenzinitiative.

„Freiburg Institute for Advanced Studies“ (FRIAS)

Exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bräuchten mehr Freiräume, die Luft zum freien, kreativen wissenschaftlichen „Atmen“, um sich dauerhaft in der Weltspitze der Forschung zu etablieren. Dazu sollten sie von zu hohen Lehr- und Prüfungsverpflichtungen sowie alltäglichen Verwaltungsaufgaben bestmöglich entlastet und durch maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote unterstützt werden. Auf dem Weg zu einer
internationalen Lehr- und Forschungsgemeinschaft setze die Universität auf die Einrichtung des „Freiburg Institute for Advanced Studies“ (FRIAS) als Forum transdisziplinärer Kommunikation. Die ab 2007 erwarteten Studiengebühren würden der Universität helfen, für die gezielte Nachwuchsförderung die didaktische Qualifizierung der Lehrenden sowie die Forschungsnähe der Lehre nachhaltig zu verbessern.

Der Rektor schloss mit einem Dank an die Landesregierung, die trotz leerer öffentlicher Kassen in den letzten Jahren die bauliche Situation der Universität Freiburg – sowohl bei Neubauten wie bei der Sanierung – verbessert habe. Darüber hinaus sei es mit Hilfe des Wissenschaftsministeriums gelungen, attraktive Rufe an Freiburger Biowissenschaftler abzuwehren. Die Universität Freiburg bedürfe bei allen ihren Anstrengungen nachhaltiger Unterstützung aus ihrem Umfeld. „Unser aller Ziel muss sein, dass die Universität Freiburg als internationales Markenzeichen wahrgenommen und geschätzt wird“, sagte Rektor Jäger. Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Universitäten müssten an einem Strang ziehen, um dringend notwendige Reformen durchzusetzen, die Aufbruchstimmung zu fördern und Erfolge überzeugend zu vermitteln. „Dann ist mir um die Zukunftsfähigkeit der Albert-Ludwigs-Universität als deutscher und internationaler Spitzenuniversität nicht bang.“ Das Jubiläum der Universität werde das gemeinsame Jubiläum von Stadt und Universität sein – ganz nach dem Motto: „Freiburg – Wir sind die Universität“.

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