Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ist als einzige baden-württembergische Universität in der Endrunde des Wettbewerbs „Exzellente Lehre“
Freiburg, 11.05.2009
Als einzige baden-württembergische Universität ist Freiburg Finalistin
im Wettbewerb „Exzellente Lehre“. 13 Universitäten und 11 Fachhochschulen sind
jetzt aufgefordert, ihre Ideenskizze aus der ersten Wettbewerbsrunde bis zum
Oktober 2009 zu einem Vollantrag auszuarbeiten. Der Wettbewerb ist mit zehn
Millionen Euro dotiert. Preisgelder von bis zu einer Million Euro winken für
einzelne Konzepte. Den Wettbewerb ins Leben gerufen haben die
Kultusministerkonferenz der Länder und der Stifterverband für die Deutsche
Wissenschaft, um den Stellenwert und die Qualität der Lehre an den deutschen
Hochschulen erhöhen.
Die Hochschulen waren aufgefordert, ihre Ziele für Studium und Lehre zu definieren
und darzulegen, wie sie die Attraktivität ihrer Ausbildung steigern wollen. In
ihrer Ideenskizze setzt die Universität Freiburg den Schwerpunkt auf die
Schaffung von individuellen Freiräumen für Lehrende und Studierende, um
optimale Formen des Lehrens und Lernens zu entwickeln. Übergeordnetes Ziel ist
die Konsolidierung der Studiengänge, die zwar auf Bachelor und Master
umgestellt sind, deren einzelne Module jedoch in vielen Fällen bislang noch
nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Ein Grundgedanke des Konzeptes ist,
dass Ideen zur Optimierung des Lehrangebots aus der jeweiligen fachlichen
Perspektive entwickelt und umgesetzt werden müssen.
Unter dem Titel „Windows for Higher Education“ will die Universität Freiburg
ihre positiven Erfahrungen aus der erfolgreichen Exzellenzinitiative für die
Forschung, dem Zukunftskonzept „Windows for Research“, nun auch im Bereich der
Lehre umsetzen. „Ich trete schon seit langem dafür ein, dass wir eine
Modelluniversität für die Lehre werden“, sagt der Rektor der Universität, Prof.
Dr. Hans-Jochen Schiewer. „Unsere
Nominierung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Drei Instrumente sollen hierfür eingesetzt werden:
1. „Fellowships for Innovation
in Learning and Teaching“ (FILTS). Im Rahmen dieser Fellowships können
bis zu drei hochschuldidaktisch qualifizierte Lehrende freigestellt werden, um
Konzepte zur Konsolidierung der Studienangebots und zur Weiterentwicklung der
Studiengänge unter didaktischen Gesichtspunkten zu entwickeln und umzusetzen.
2. „Individual Tracks“ für Studierende (IndiTrack). Der
IndiTrack ermöglicht es hochbegabten Studierenden, ihr Studienprogramm auch
über Fächergrenzen hinweg individuell zu planen und durchzuführen.
3. Integrative Dialogwerkstatt für Studiengangentwicklung und Lehrqualität
(IQ-Net). Dieses Netzwerk soll als strukturelles Bindeglied zwischen den
Fellows, den IndiTrack-Studierenden sowie den verschiedenen Fachbereichen und
zentralen Einrichtungen etabliert werden, um nachhaltige und professionelle
Weiterentwicklung von Studium und Lehre auch über die Grenzen des Wettbewerbs
hinaus zu gewährleisten.
60 Prozent aller Universitäten und 40 Prozent aller Fachhochschulen hatten sich
am Wettbewerb des Stifterverbandes beteiligt (insgesamt 108 Anträge). 57
Universitäten, 47 Fachhochschulen und 4 Kunst-/Musikhochschulen hatten Anträge
eingereicht, darunter 6 Hochschulen in kirchlicher beziehungsweise privater
Trägerschaft.
