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EUCOR feiert 20 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit

EUCOR-Präsident Schiewer schlägt neue gemeinsame Initiativen der fünf oberrheinischen Universitäten vor - Umfangreiches Veranstaltungs-Programm zum Jubiläum des trinationalen Universitätsverbunds

Freiburg, 08.06.2009

Seit 1989 bietet EUCOR, die „Europäische Konföderation Oberrheinischer Universitäten“, hervorragende Möglichkeiten für kooperative Lehre und Forschung im Herzen Europas über drei Länder hinweg. In diesem Jahr feiert EUCOR ihr 20-jähriges Bestehen. „EUCOR ist eine europäische Ivy League“, betont der derzeitige Präsident von EUCOR und Rektor der Universität Freiburg, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer. Zum trinationalen Universitätsverbund, der rund 100.000 Studierende und mehr als 11.000 Lehrende und Forschende umfasst, gehören die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die Universität Fridericiana Karlsruhe bzw. das KIT, die Universität Basel, die Université de Haute Alsace, Mulhouse / Colmar und die Université de Strasbourg, - eine in Europa wohl einmalige Wissenschaftskonzentration. Der Gesamtetat der EUCOR-Universitäten beläuft sich auf mehr als 1,5 Milliarden Euro.

Dies seien ideale Voraussetzungen, jedoch schöpfe EUCOR derzeit sein Potenzial noch nicht aus, resümiert Schiewer. Gründe seien unter anderem, dass die Prüfungs- und Studienordnungen der drei beteiligten Länder bzw. Regionen es immer noch nicht erlauben, gemeinsame Abschlüsse zum Selbstverständnis werden zu lassen. Auch die Semesterzeiten seien nicht kompatibel.

Bei ihrem heutigen Treffen verständigten sich die Präsidenten der fünf Mitgliedsuniversitäten auf die zukünftige Ausrichtung von EUCOR. Ziel sei es, der Wissenschaft am Oberrhein eine neue Qualität zu verleihen. Die Präsidenten unterstützen die Idee zur Gründung eines Bildungs- und Wissenschaftsfonds, um den Prozess der Gründung der Trinationalen Metropolregion im Bereich der Wissenschaft zu beschleunigen. Und auch auf dem Gebiet der Doktorandenausbildung und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses soll EUCOR zukünftig modellbildend wirken und Maßstäbe für die Doktorandenphase im europäischen Raum setzen.

Als konkrete Maßnahmen hat eine Arbeitsgruppe die Leitlinien für gemeinsame Qualifizierungsprogramme, für die Durchführung gemeinsamer Exkursionen sowie Sommerakademien, für Postgraduate Conferences und Kolloquien, Methodenpraktika und für die Entwicklung gemeinsamer Qualitätsstandards in der Doktorandenausbildung erarbeitet.

Bei dem Treffen verabschiedeten die Präsidenten auch ein umfangreiches Jubiläums-Programm. So wird die Universität Freiburg am 13. Oktober 2009 das EUCOR-Forum ausrichten: Neben anregenden Präsentationen der Partneruniversitäten wird dieses Forum auch praktische Hinweise und Tipps für Studierende zum Thema EUCOR bieten. Für Unterhaltung sorgt das Improvisationstheater LUX.

Am 14. November findet in Freiburg das EUCOR-Festival statt: Das Studierendenfest bietet ein internationales Bühnenprogramm und ein Drei-Länderbuffet. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres verschiedene Ausstellungen und Fachtagungen zu aktuellen Wissenschafts- und Kulturthemen angeboten. Ein großer Festakt zum 20jährigen Bestehen beschließt die Feierlichkeiten am 14. Dezember in Straßburg. „Wir verstehen das EUCOR-Jubiläum sowie den Aufbau der Trinationalen Metropolregion Oberrhein als sich gegenseitig ergänzende und unterstützende Prozesse zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Oberrhein“, stellte Schiewer bei dem Treffen, an dem auch politische Repräsentanten der Regionen teilnahmen, fest.

Ziel von EUCOR ist die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre durch den Austausch von Studierenden und Dozierenden, durch gemeinsame Studiengänge und Forschungsprogramme sowie durch die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen. Die verschiedenen Aktivitäten werden von einem zentralen EUCOR-Sekretariat in Strasbourg koordiniert. Studierende, die an einer der fünf EUCOR-Universitäten eingeschrieben sind, haben an allen anderen Mitgliedsuniversitäten die gleichen Rechte und Vergünstigungen wie die Studierenden vor Ort. Dazu gehört insbesondere die Teilnahme an Lehrveranstaltungen, ohne dass gesonderte Gebühren anfallen. Durch das grenzüberschreitende Studium können ergänzende Studien an einer anderen EUCOR-Universität durchgeführt werden. Gleichzeitig können dabei auch auf unkomplizierte Weise Auslandserfahrungen gesammelt und Sprachkenntnisse erworben bzw. verbessert werden.

Bildunterschrift (v.l.n.r.):

- Jacques Sparfel, EUCOR-Generalsekretär
- Adrien Zeller, Regionalpräsident Elsass
- Alain Beretz, Präsident Université de Strasbourg
- Horst Hippler, Rektor Universität Karlsruhe (TU)
- Hans-Jochen Schiewer, Rektor Universität Freiburg
- Julian Würtenberger, Regierungspräsident
- Jürgen Rühe, Prorektor für Internationalisierung und Technologietransfer Universität Freiburg
- Alain Brillard, Präsident Université de Haute Alsace
- Manuel Friesecke, Regio Basiliensis


Kontakt:
EUCOR – Universität Freiburg
Jens Langer
International Office
Büro für Internationale Beziehungen
Fahnenbergplatz, D–79085 Freiburg
Tel.: 0761 203-4370
E-Mail: eucor@io.uni-freiburg.de

EUCOR – Ständiges Sekretariat
Jaques Sparfel
EUCOR-Generalsekretär
Secrétaire général d’EUCOR
8, rue des Ecrivains, F–67000 Strasbourg
Tél.: 0033 (0)3 14 00 94
E-Mail: secretariat@eucor-uni.org

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