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Freiburger Centrum für Chronische Immundefizienz als wegweisendes Modellprojekt feierlich eröffnet

Das neue Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum bündelt Wissen und wirkt als Jobmotor für die Region Freiburg

Freiburg, 26.06.2009

Behandlung, klinische und Grundlagenforschung und Ausbildung sind zukunftsweisend verbunden

Chronische Immundefizienzerkrankungen gewinnen zunehmend an Bedeutung, werden aber oft nur unzureichend verstanden. Im Freiburger Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) wird deshalb erstmals altersübergreifend und interdisziplinär die gesamte klinische und grundlagenwissenschaftliche Kompetenz auf diesem Krankheitsgebiet in einer eigenständigen Einrichtung integriert. D

as Zentrum ist eines von nur dreien, die im Rahmen des Programms für Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren (IFB) des Bundes-forschungsministeriums gefördert werden. Antragstellende Hochschulen waren aufgefordert, geeignete fächerübergreifende Organisationsstrukturen zu entwickeln, die die Ziele einer schnelleren Umsetzung der Erkenntnisse in neue, wirksamere Therapien befördern. In der ersten Runde des Wettbewerbs waren neben Freiburg Anträge aus Berlin und Hannover ausgewählt worden.

„Im CCI werden traditionelle Grenzen im Forschungs- und Klinikbetrieb überwunden und die besten Köpfe auf ihrem Gebiet zusammengebracht. Dieses integrative Miteinander von Forschung und Krankenversorgung ist ein wesentliches Merkmal einer Universitätsklinik und Voraussetzung für Spitzenforschung auf höchstem internationalen Niveau,“ so der Leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Freiburg, Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve, bei der Akademischen Eröffnungsfeier heute, am 25. Juni.

Der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer ergänzt: „Die Exzellenzinitiative hat Entwicklungen in Gang gesetzt, die innovative Strukturen in Wissenschaft und Lehre zur Folge haben. Das CCI ist Teil hiervon und eine folgerichtige Ergänzung des universitären Schwerpunktes in den Life-Sciences. Die neuen Strukturen werden zusätzlich dazu beitragen, die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Freiburg zu ziehen.“

Kinderärztinnen und -ärzte, Fachleute für Innere Medizin, für das Immunsystem, für Infektionskrankheiten und für Knochenmarkstransplantation arbeiten im CCI eng zusammen mit der Grundlagenforschung. Diese versucht die Entwicklung des Immunsystems und seine Auseinandersetzung mit Infektionserregern zu ergründen. Neue Erkenntnisse werden in der Erforschung der genetischen Ursachen erhofft, in den Grundlagen für die angeborene Ausstattung des Immunsystems sowie in der Entwicklung neuer Medikamente und Verfahren für die ursächliche Behandlung von Krankheiten, zum Beispiel bei der Stammzelltransplantation.

Ein weiteres wesentliches Element im CCI ist der Aufbau von strukturierten Ausbildungs- und Karrierewegen für Fachpersonal aus Medizin und Natur-wissenschaft. Durch die Schaffung verbesserter Rahmenbedingungen wie Mentoringprogramme soll die Attraktivität einer wissenschaftlichen Laufbahn erhöht werden. Anliegen des Ministeriums ist es, in diesem Bereich neue und tragfähige Strukturen aufzubauen, die eine stärkere Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern durch frühe Selbstständigkeit und vor allem durch attraktive Perspektiven ermöglichen.

Auch die Region Freiburg profitiert vom neuen Centrum. Aufgrund der Investitionssumme von insgesamt 85 Millionen Euro in zehn Jahren, bestehend aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Landesmitteln der Fakultät sowie eingeworbener Drittmittel, entstehen am Universitätsklinikum rund 80 neue Voll- und Teilzeitarbeitsplätze und mehrere Tausend Quadratmeter an neuer Forschungsfläche in zusätzlich angemieteten Räumen.

Das CCI kann in Freiburg auf hervorragende wissenschaftliche Strukturen im Bereich der Immunologie zurückgreifen. Hierzu gehören ein Sonder-forschungsbereich zum Thema Immundefizienz, das Exzellenz-Cluster „bioss“ und das Max-Planck-Institut für Immunbiologie sowie weitere Arbeitsgruppen aus Freiburg, Ulm und Basel, die in das CCI-Konzept integriert sind.

Internationale Kapazitäten aus dem Bereich Immundefizienz kommen im Rahmen des Symposiums „ New Developments in Immunodeficiency“ am 26. und 27.06.2009 nach Freiburg. Die Veranstaltung im Kollegiengebäude I der Universität Freiburg, Werthmann-Platz 1, ist kostenlos und offen für alle Interessierten. (Programm).

BU:
Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve, Leitender Ärztliche Direktor und
Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums begrüßt das internationale
Publikum bei der Eröffnung des CCI am 26.6.2009 in Freiburg

Kontakt:
Martin Hufnagel, Arzt, Klinischer Koordinator
CCI - Centrum für Chronische Immundefizienz
Universitätsklinikum Freiburg
Tel.: 0761/270-7748
Fax.: 0761/270-7760
E-Mail: martin.hufnagel@uniklinik-freiburg.de